Bei einer bestimmten Klientel erfreut sich das Genre der Zombie-Filme in Fernsehen und Kino einer wachsenden Beliebtheit. Solchen Horrorstreifen kann ich persönlich nichts abgewinnen, aber es gibt offenbar eine Fangemeinde, die beim Zuschauen den wohligen Schauer und das Erschrecken genießt.



Nun gilt ein Zombie als ein Untoter, ein Mensch, der keine Seele mehr hat, eine Hülle ohne eigene Entscheidungskraft mit passivem Handeln und Desinteresse an der Umgebung, er geht mit mechanischen Bewegungen umher, als sei er nicht von dieser Welt.

Wer jetzt denkt, diese Figur sei nur eine Erfindung der Filmindustrie, sollte sich vielleicht mal genauer in der Versicherungsbranche umschauen (Achtung: Jetzt folgt Satire!). Da beschleicht einen nämlich bisweilen das dumpfe – und beunruhigende – Gefühl, einzelne Vermittler hätten sich auch schon in Zombies verwandelt.

Werbung


Wie dieser Eindruck entsteht? Nun, manche Vermittler betreiben offenbar ihr Geschäft, als sei es von einer anderen Welt, mechanistisch und einfallslos, als hätten sie die Umwälzungen in der Branche nicht wahrgenommen. Wie von unsichtbaren Fäden gezogen wiederholen sie bei der Beratung für ihre Kunden die immer gleichen Abläufe. Das muss man sich dann in etwa so vorstellen: PC einschalten – klick – eine Liste vom Vergleichsportal aufrufen – klick – die obersten drei Anbieter auf der Liste markieren – klick – in eine Vorlage kopieren – klick. Fertig ist der Vorschlag.

Eine Unfallversicherung etwa kann man online nach Prämienhöhe, Versicherungsleistungen oder eingeschlossenen Leistungen sortieren. Aber eine Unfallpolice mit Schadenersatz für alle finanziellen Einbußen? Oder eine All-Risk-Police, die in verschiedenen Sparten wirklich alle Felder abdeckt? Solche Angebote gibt es – nur nicht bei den Vergleichssoftware-Anbietern. Das lässt deren Raster nicht zu.