In den Verbraucherschutzzentralen sitzen „Berater“, die den Kunden Orientierung zum Thema Versicherungen geben sollen. Gerade in den kleineren Verbraucherschutzbüros leisten die gleichen Berater dann oft genug auch noch Hilfe zu Mietverträgen, Finanzierungen, Kontenführung, Autokauf, Handwerk.

Da stellt sich zu Recht die Frage, ob ein derart breit aufgestellter Berater auch nur annährend eine ausreichende Qualifikation haben kann, um wirklich fachlich fundiert beraten zu können. Auf dieser Grundlage ärgert es mächtig, wenn Verbraucherschützer unseren Berufsstand so pauschal und destruktiv aburteilen wie dies gerade in jüngster Vergangenheit immer wieder geschieht.

Ich verstehe das gut. Und ja: Die Verbraucherzentralen stellen sich mit Honorarberatungsansätzen in die direkte wirtschaftliche Konkurrenz zu unserem Berufsstand, obwohl sie vom Staat großzügig subventioniert werden.

Fragwürdiger Wettbewerb

Das ist unter Wettbewerbsgesichtspunkten mehr als fragwürdig. Im Gegensatz zu uns Maklern werden Verbraucherschützer dabei keinerlei Haftung oder Dokumentation unterworfen. Gerade diese gesetzgeberischen Eingriffe sollten den Verbraucher in der Versicherungsberatung schützen, da erscheint es absurd, dass dem Kunden diese als unverzichtbar geltenden Schutzmaßnahmen ausgerechnet beim Verbraucherschutz vorenthalten werden.

Ich verstehe Frank Dietrich also sehr gut, dass er hier Änderungen fordert. Naturgemäß erhält er aus der Maklerzunft breiten Applaus. Dennoch halte ich die Petition für verfehlt.