Jetziger Italien-Chef wird als Nachfolger gehandelt Manfred Knof verlässt Konzernspitze der Allianz Deutschland

Manfred Knof hatte im April 2015 die Nachfolge von Markus Rieß angetreten: Zum Jahresende wird er den Chefposten bei der Allianz Deutschland aufgeben.
Manfred Knof hatte im April 2015 die Nachfolge von Markus Rieß angetreten: Zum Jahresende wird er den Chefposten bei der Allianz Deutschland aufgeben. © Allianz

Personeller Paukenschlag in München: Allianz-Deutschland-Chef Manfred Knof verlässt den Marktführer zum Jahresende. Knofs Ausscheiden nach zweieinhalb Jahren an der Konzernspitze habe gesundheitliche Gründe, so Branchenkreise. Zuletzt wurde in den Medien über ein angeblich schlechtes Verhältnis zwischen Allianz-Konzernchef Oliver Bäte und Manfred Knof geraunt.

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Die Allianz muss den Chefposten in Deutschland nach zweieinhalb Jahren neu besetzen. Der amtierende Vorstandsvorsitzende Manfred Knof habe aus gesundheitlichen Gründen um eine vorzeitige Auflösung seines Vertrages zum Ende des Jahres gebeten, berichtet die Süddeutsche Zeitung (Dienstagausgabe).

Demnach habe der 52-jährige mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 gekündigt und wolle sich „nach mehr als 20 Jahren in Sanierungs- und Spitzenjobs bei der Allianz aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit gönnen“, schreibt die SZ unter Verweis auf Kreise, die mit dem Vorgang vertraut seien.

Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Dienstag, dass sich der Aufsichtsrat der Allianz Deutschland am Nachmittag mit der Neubesetzung des Postens befassen werde.

Klaus-Peter Röhler gilt als potenzieller Nachfolger

Gute Karten für die Nachfolge werden dem jetzigen Italien-Chef der Allianz eingeräumt: Klaus-Peter Röhler habe „einen ausgezeichneten Ruf im Konzern“, so der Bericht. Dazu trage bei, dass Röhler in Italien vorbildliche Digitalisierungsprojekte umgesetzt habe.

Die Allianz treibt die Digitalisierung der Gruppe massiv voran – so auch hierzulande. Allerdings habe Knof den traditionellen Vertrieb über Versicherungsvertreter nicht aufgeben wollen, heißt es. Zudem habe Konzern-Chef Bäte „fast Unmögliches“ von der deutschen Tochter verlangt, konstatiert die SZ. Sie solle in Deutschland ihren schrumpfenden Marktanteil in Kernsparten wie der Autoversicherung wieder ausbauen, wo die HUK-Coburg die Allianz abgehängt habe, so die Analyse.

Zugleich stünden Kostensenkungen und der digitalen Umbau auf dem Programm. Ein Umfang, der kaum zu schaffen sei, folgert die Zeitung. Dass Bäte es dennoch fordere, könne der Grund dafür sein, dass Knof jetzt „die Brocken hinwirft“, mutmaßt die SZ.

Knof, der seit 1995 für die Allianz tätig ist, hatte im April 2015 die Nachfolge von Markus Rieß angetreten, den es zum Konkurrenten Ergo nach Düsseldorf zog.

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