Ein umgestürzter Baum in Hamburg: „Zeynep“ war der heftigste Sturm seit „Kyrill“ im Jahr 2007. © picture alliance/dpa | Marcus Brandt
  • Von Juliana Demski
  • 21.02.2022 um 14:08
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Am vergangenen Freitagabend ging es los: Orkantief „Zeynep“ fegte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 162 Kilometern pro Stunde über Deutschland. Ersten Hochrechnungen der Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss zufolge dürften die versicherten Schäden bei mehr als 900 Millionen Euro liegen. Damit war „Zeynep“ der heftigste Sturm seit „Kyrill“ im Jahr 2007.

Am vergangenen Wochenende überquerte das Orkantief „Zeynep“ weite Teile Deutschlands mit verheerenden Geschwindigkeiten von bis zu 162 Kilometern pro Stunde (km/h). Die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) geht in ersten Hochrechnungen hierzulande von versicherten Schäden von mehr als 900 Millionen Euro aus. Für die Versicherer dürfte es also teure Wochen werden – denn nur wenige Tage zuvor wütete bereits Sturm „Ylenia“ und verursachte Schäden in Höhe von rund 500 Millionen Euro (wir berichteten). Und aktuell ist Sturmtief „Antonia“ noch in Deutschland unterwegs.

„In Deutschland ist ‚Zeynep‘ der intensivste Sturm seit ‚Kyrill‘ 2007, der als erster Sturm der jüngeren Geschichte das gesamte Land mit hohen Windgeschwindigkeiten überzog und in heutigen Werten einen versicherten Schaden von mehr als 3 Milliarden Euro verursachte“, sagt MSK-Geschäftsführer Onnen Siems. So teuer werde „Zeynep“ wohl nicht, könne aber in die Schadenregion des Sturms „Friederike“ aus dem Jahr 2018 kommen, ordnet Siems ein. Der versicherte Schaden lag damals bei 1,2 Milliarden Euro in heutigen Werten.

„Der Schaden durch ‚Zeynep‘ kann sich dem von ‚Friederike‘ möglicherweise noch weiter annähern, abhängig zum Beispiel von der Inflationsrate und Baupreissteigerungen“, so Siems weiter. Das Zentrum des Sturmfelds lag am vergangenen Wochenende im Norden Deutschlands. Südlich einer Linie von Saarbrücken bis Nürnberg waren die Auswirkungen hingegen eher gering. Neben Deutschland waren besonders Großbritannien, die Niederlande und Belgien betroffen. „In Großbritannien war es der stärkste Sturm seit 1990, auf der Isle of Wight wurde ein neuer Landesrekord mit einer Spitzenböe von 196 km/h gemessen“, erklärt Siems. Für ganz Europa gehe MSK aktuell von versicherten Schäden von knapp einer Milliarde Euro aus.

Quelle: MSK
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Juliana Demski

Juliana Demski ist seit 2021 Junior-Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört sie seit 2016 an.

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