In süddeutschen Schulen Fach „Wirtschaft“ wird zum Pflichtunterricht

Schüler beim Mathe-Unterricht: In Baden-Württemberg wird ab diesem Schuljahr flächendeckend das Unterrichtsfach Wirtschaft eingeführt.
Schüler beim Mathe-Unterricht: In Baden-Württemberg wird ab diesem Schuljahr flächendeckend das Unterrichtsfach Wirtschaft eingeführt. © dpa/picture alliance

Baden-Württemberg führt als erstes Bundesland flächendeckend das Unterrichtsfach „Wirtschaft“ an allen weiterführenden Schulen ein. Ziel ist es, den jungen Leuten Wissen zum Thema Kredite, Vermögensanlagen & Co. beizubringen.

| , aktualisiert um 11:21  Drucken
Mit dem jetzt startenden Schuljahr haben Schüler an weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg zum ersten Mal auch Unterricht in Sachen „Wirtschaft“. Das süddeutsche Bundesland hat das Fach als erstes Bundesland überhaupt auf den Lehrplan gesetzt.

„Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung“ heißt das Fach konkret. Es wird von der 7. bis zur 10. Klasse gelehrt in fünf Stunden pro Woche. Ein Jahr sind die Gymnasiasten dran, die von der 8. bis zur 10. Stufe drei Stunden pro Woche Wirtschaftsunterricht bekommen.



Ziel des Ganzen ist es, dass die jungen Leute lernen, wie Kredite, Vermögensanlagen, Versicherungen und so weiter funktionieren. Auch der Zusammenhang von Angebot, Nachfrage und Preis steht auf dem Lehrplan.

Der Präsident des Versicherungsverbands GDV, Alexander Erdland, steht voll hinter dem Projekt: „Es muss uns gelingen, den Schülern frühzeitig ein wirtschaftliches Grundverständnis zu vermitteln“, sagt er. Nur dann könnten diese später mal etwa die Eigenverantwortung für die Altersvorsorge erkennen und auch handeln. „Wirksamer Verbraucherschutz fängt mit einer guten Finanzbildung an“, so Erdland.
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