Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

IDD-Umsetzungsgesetz passiert den Bundestag „Heute ist ein guter Tag für Makler“

Spricht von einem guten Tag für Makler: AfW-Vorstand Frank Rottenbacher.
Spricht von einem guten Tag für Makler: AfW-Vorstand Frank Rottenbacher. © AfW

In der Nacht zum 30. Juni war es soweit: Die Koalitionsparteien der CDU/CSU und SPD haben den Gesetzesentwurf zur Umsetzung der EU-Vertriebsrichtlinie IDD in deutsches Recht durchgewunken. Kurz vor knapp hatte es noch wichtige Änderungen zugunsten der Makler gegeben. Hier kommen die ersten Reaktionen.

| , aktualisiert am 05.07.2017 08:15  Drucken

Die Verbraucherschützer begrüßen einige Änderungen des Gesetzes, etwa die größere Transparenz bei Standmitteilungen. An anderer Stelle aber, enttäusche das Gesetz.

Mit einem Honorarannahmeverbot für Vermittler hätte das Gesetz eine klare Grenze zwischen Provisionsvertrieb und Honorarberatung ziehen können, so die Meinung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV). Dieses Honorarannahmeverbot war jedoch noch gestrichen worden. „Damit sind Mischformen der Vergütung von Vermittlern immer noch möglich. Vermittler können also weiterhin Rosinenpickerei betreiben“, sagt Dorothea Mohn, Leiterin Team Finanzmarkt.

Eine umfassende Beratung sei für Verbraucher unerlässlich, weshalb der VZBV sich für die Stärkung der Honorarberatung einsetze. Sie würde gewährleisten, dass Interessen von Verbrauchern in den Mittelpunkt des Beratungsprozesses gestellt werden.

„Hier hat die Politik versäumt, unseriösen Geschäftsmodellen einen Riegel vorzuschieben.“
Dorothea Mohn, Leiterin Team Finanzmarkt beim VZBV

Ganz anderer Meinung ist der Bundesverband Finanzdienstleistungen AfW. Das Gesetz sei „ein großer Erfolg für Versicherungsmakler“. Der massive Eingriff in die Vergütungsfreiheit und damit auch grundgesetzlich geschützte Gewerbefreiheit von Versicherungsmaklern sei verhindert worden.

„Heute ist ein guter Tag für die Makler. Nicht nur wegen der so wichtigen Last-Minute-Änderungen, sondern auch weil die Branche hier – mit wenigen Ausnahmen – als Ganzes agiert hat: Makler, Pools und Initiativen wurden aktiv, Unternehmen wie Maxpool, Standard Life und Honorarkonzept haben uns bei der Beauftragung des Gutachtens von Professor Schwintowski unterstützt und wir konnten intensive Gespräche im Bundestag – auch bei den Sachverständigenanhörungen – führen.“
Frank Rottenbacher, AfW-Vorstand

Der AfW hatte vor allem zwei Punkte kritisiert.

Erstens das Provisionsgebot im Privatkundenbereich. Dieses Gebot beziehungsweise dieses Verbot von alternativen Vergütungsmodellen war nach Ansicht des Bundesverbands verfassungswidrig, weil es einen „massiven und nicht gerechtfertigten Eingriff in die Gewerbefreiheit der Versicherungsmakler“ darstelle.

Und:

Die vorgesehene sogenannte Doppelbetreuungspflicht. Diese hätte dazu geführt, dass den Versicherern die gesetzliche Pflicht auferlegt worden wäre, auch Kunden mit bestehender Maklervollmacht zu betreuen oder aber die Versicherungsmakler zu beaufsichtigen. Auch dieser Punkt konnte verhindert werden.

Der AfW begrüßt außerdem, dass es zukünftig keine wettbewerbsverzerrenden Ausnahmen mehr im Onlinevertrieb gibt. Direktversicherer durften bisher ohne Beratung Produkte vermitteln, Makler aber nicht. Diese Ausnahme für Versicherer im Fernabsatz sei nun im Gesetzesentwurf ebenfalls gestrichen.

Phoenix Partnerschaft: die Pläne für Europa
Werbung

Standard Life geht von einem "harten Brexit" im März 2019 aus.

Nigel Dunne, der Geschäftsführer für Standard Life in Europa, erklärt wie die Pläne von Standard Life in der neuen strategischen Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe aussehen und was die konkreten Pläne für das Europageschäft sind.

Phoenix Partnerschaft: die Deutschland-Strategie
Werbung

Die Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe steht in den Startlöchern.

Welche Änderungen ergeben sich jetzt für die Kunden und Makler in Deutschland? Und wie sieht die Strategie für das Unternehmen aus?

Gail Izat, Vorstandsvorsitzende von Standard Life Deutschland und Österreich, über die Chancen, die die Partnerschaft mit sich bringt.

Focus Future 2018: Impulse aus dem irischen Versicherungsmarkt
Werbung

Um auf jedes Brexit-Szenario vorbereitet zu sein, plant Standard Life das Europageschäft künftig von Dublin aus zu betreiben. Aus diesem Anlass veranstaltete der Versicherer vor Ort eine Expertenrunde.

Christian Nuschele, Vertriebschef bei Standard Life, spricht im Video-Interview mit Andreas Franik über die entscheidende Rolle, die die irische Hauptstadt für die Standorte in Deutschland, Österreich und Irland haben wird sowie über die Impulse aus dem irischen Versicherungsmarkt.

Erfahren Sie hier mehr.

Mit Weitblick die Vorsorge planen