Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Fachtagung der Kanzlei Michaelis zur Regulierung „Versicherer haben sich in die Beratung eines Maklerkunden nicht einzumischen“

Fachanwalt und Gastgeber Stephan Michaelis hatte die Veranstaltungsagenda mit einem bunten Strauß an Regulierungsvorhaben besetzt.
Fachanwalt und Gastgeber Stephan Michaelis hatte die Veranstaltungsagenda mit einem bunten Strauß an Regulierungsvorhaben besetzt. © Oliver Lepold

Die Fachtagung für das Versicherungswesen der Hamburger Kanzlei Michaelis in der vergangenen Woche lieferte Top-Input für den Vertrieb. Thematisch ging es um ein Update zur branchenweiten Regulierung. Wir haben Aussagen und Impressionen der Veranstaltung für Sie zusammengefasst.

|  Drucken

IDD, VersVermV, Betriebsrentenstärkungsgesetz, Datenschutzgrundverordnung, Neuerungen in VAG und VVG – 2018 ist ein Jahr der neuen Regelungen für die Finanzdienstleistungsbranche. Die für den Vertrieb maßgeblichen und wichtigsten Änderungen standen im Mittelpunkt der Fachtagung für das Versicherungswesen, die die Rechtsanwaltskanzlei Michaelis am 22. Februar in Hamburg organisierte.

Rund 350 Fachbesucher waren in den nach Helmut Schmidt benannten großen Hörsaal der Bucerius Law School nach Hamburg gekommen, um sich von den Experten auf den neuesten Stand bringen zu lassen. Weitere 500 Makler verfolgten den eigens eingerichteten Livestream. Nur wenige Stunden bevor die IDD in Deutschland am 23. Februar offiziell in Kraft trat, war die Versicherungsvertriebsrichtlinie einer der Schwerpunkte der Veranstaltung.

>>> Zur Bilderstrecke mit allen Themen und Referenten

Gastgeber Stephan Michaelis, Fachanwalt für Versicherungsrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, erläuterte, dass die IDD in Kraft tritt, auch wenn die zugehörige umstrittene Versicherungsvermittlerordnung mangels einer handlungsfähigen Regierung in Berlin noch immer nicht verabschiedet ist. Als Orientierung müsse man sich als Makler daher an die sogenannten delegierten Verordnungen aus Brüssel halten, die unmittelbar angewendet werden. Beide Rechtsakte hat die Kanzlei auf Ihrer Homepage veröffentlicht (hier und hier).

Sie befassen sich einerseits mit den Herstellern eines Versicherungsproduktes und andererseits mit den Vorgaben für Versicherungsanlageprodukte. Sie gelten ab 23. Februar 2018, könnten aber rückwirkend verschoben werden, so Michaelis.

„Vergütungen, welche die Gefahren einer Interessenkollision beinhalten, müssen abgeschafft werden“

Der Experte ging unter anderem auf die Abschaffung der Sondervergütung im Vertrieb ein. „Der Kunde und seine Interessen rücken in den Mittelpunkt des Maklers. Vergütungen, welche die Gefahren einer Interessenkollision beinhalten, müssen abgeschafft werden“, betonte Michaelis. Chancen durch die IDD für Makler sieht der Rechtsanwalt insbesondere in der Nettovermittlung, die vorteilhafter als die Honorarberatung ausfällt, in der europaweiten Vermittlung und im Provisionsabgabeverbot. Risiken bestehen hingegen bei der Nichtbeachtung der Pflichtfortbildung und Abmahngefahren bei fehlerhafter Erstinformation sowie der Geeignetheitsprüfung, die Makler künftig ausführen müssen.

Michaelis betonte, die zunächst befürchtete Doppelberatungspflicht durch Makler und Versicherer sei in der deutschen Umsetzung der IDD abgewendet worden, denn „ein Versicherer hat sich in die Beratung eines Maklerkunden nicht einzumischen“.

Die Teilnehmer der Fachtagung für das Versicherungswesen erhielten für den Besuch der zehn Fachvorträge umfassenden Veranstaltung fünf Stunden für die künftig laut IDD geltende verpflichtende Fortbildung für Versicherungsvermittler gutgeschrieben. Pro Jahr müssen sie künftig 15 Stunden Weiterbildung nachweisen.

Warum an Fondspolicen kaum noch ein Weg vorbeiführt
Werbung

Experten sind sich einig: An Fondspolicen führt kaum noch ein Weg vorbei. Doch warum ist das so?

Darüber sprach Christian Nuschele (re.), Vertriebschef bei Standard Life, mit Prof. Michael Hauer, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP).

Vorsorge Spezial 2019: das neue Jahresheft der Standard Life
Werbung


Intelligenter Vermögensaufbau, neue Investmentideen, spannendes Aktienwissen und tolle Sightseeing-Tipps für Frankfurt – das sind nur einige Themen in Vorsorge Spezial 2019, dem neuen Jahresheft der Standard Life (Foto: Heft-Cover). Daneben erfährt der Leser auch viel Wissenswertes über das Unternehmen selbst und dessen Brexit-Lösung.

Interessiert? Vorsorge Spezial 2019 können Sie hier kostenlos downloaden.

Fondspolice oder Direktanlage? Der FondsanlagenOPTIMIERER hilft bei der Entscheidung
Werbung


Fondsdepot oder Fondspolice: Was eignet sich besser zum Vermögensaufbau?

Bei der Entscheidung hilft Ihnen ab sofort der FondsanlagenOPTIMIERER der Standard Life. Ein intuitiv zu bedienendes Analyse-Tool mit vielen Einstellmöglichkeiten und klarer Optik.

Hier mehr erfahren!

Das Standard-Life-Bekenntnis: Der Kunde im Mittelpunkt des Handelns
Werbung

Wie unterstützt Standard Life seine Kunden dabei, ihren finanziellen Träumen einen Schritt näher zu kommen? Mit fast 200 Jahren Erfahrung, streng geprüften und maßgeschneiderten Investment- und Versicherungslösungen – und mit regelmäßigen, verständlichen und leicht zugänglichen Informationen zu ihrem Vertrag. Jetzt mehr erfahren.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.