Ein Mann sitzt zuhause im Garten und rechnet am Taschenrechner seines Smartphones nach: Honorarberater argumentieren unter anderem, dass eine direkte Vergütung durch den Kunden kostengünstiger sei als eine Provisionsberatung. © picture alliance/dpa | Silas Stein
  • Von Lorenz Klein
  • 25.02.2022 um 12:47
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Der Honorarberater Stefan Heringer kritisiert die Provisionsberatung scharf und fordert deren Abschaffung nach einer „sinnvollen Übergangsphase“ zugunsten der Honorarberatung – zumal letztere für die Kunden „meist viel günstiger als das Provisionsgeschäft“ sei, wie er an einem Rechenbeispiel verdeutlichen möchte.

Der Münchner Honorarberater Stefan Heringer hat sich in einem Gastbeitrag für den Blog des Ökonomen Hartmut Walz für die Abschaffung der Provisionsberatung in Deutschland ausgesprochen – Titel: „Ist Honorarberatung unsozial? –Provisionsberatung schadet Ihrem Vermögen“. Kernthese des Autors: Die Provisionsberatung berge einen „massiven Interessenkonflikt“ und sei zudem für Kunden meist deutlich teurer als eine Honorarberatung.

Heringer kritisiert in seinem Beitrag vor allem eine Studie der Beratungsgesellschaft KPMG zu den Auswirkungen eines Provisionsverbots mit scharfen Worten: „Die KPMG-Studie ist in mehrfacher Hinsicht manipulativ, fachlich falsch und unglaubwürdig“, schreibt der Honorarberater.

Die Studie kam im November 2021 zu dem Fazit, dass Provisionsberatung „allen Teilen der Bevölkerung einen professionellen Vermögensaufbau und die Teilhabe am Kapitalmarkt“ sichere (wir berichteten). „Ein Wechsel ausschließlich zur Honorarberatung, wie derzeit von einigen Parteien und Verbraucherschützern gefordert, würde hingegen breite Bevölkerungskreise gravierend benachteiligen.“

Heringer macht solche Thesen dafür mitverantwortlich, warum sich die neue Bundesregierung schlussendlich dagegen aussprach „den Unsinn des Provisionsvertriebs einzuschränken oder sogar komplett abzuschaffen“. Die Finanzlobby habe „es mal wieder geschafft!“, ärgert sich der Autor.

„Honorarberatung für den Kunden meist viel günstiger als das Provisionsgeschäft“

Heringer stört sich unter anderem daran, dass die KPMG-Studie behaupte, dass sich eine Honorarberatung wegen der üblichen Stundensätze von 200 Euro nur für Reiche rechne und daher unsozial sei. Hierzu schreibt der Autor: „Selbst wenn wir von dem von der KPMG unterstellten Stundenhonorar von 200 Euro ausgehen, ist Honorarberatung für den Kunden meist viel günstiger als das Provisionsgeschäft.“

Um dies zu untermauern, führt Heringer dieses Rechenbeispiel an: „Eine fondsgebundene Rentenversicherung mit 150 Euro Beitragszahlungen monatlich über 35 Jahre bringt Ihrem Finanzvermittler gut 3.000 Euro Provision.“ (Anmerkung der Redaktion: 3.000 Euro würden einer Abschlussprovision von rund 4,8 Prozent beziehungsweise 48 Promille bezogen auf das im Beispiel eingezahlte Gesamtkapital von 63.000 Euro entsprechen).

Und weiter: „Liebe KPMG, holt mal den Taschenrechner raus: Vier Beratungsstunden à 200 Euro machen nicht mal ein Drittel der Abschlussprovision aus! Und da reden wir noch gar nicht über die horrenden jährlichen Fonds- und Versicherungskosten, die dem Kunden weit größere Schmerzen verursachen.“

Seite 2: Bei Bestandsvergütungen werde die KPMG-Studie „vollends absurd“

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Lorenz

Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit 2016 an.

kommentare
Benjamin_tanis@outlook.de
Vor 7 Monaten

So ein Blödsinn

Wilfried Strassnig Versicherungsmakler
Vor 7 Monaten

Interessant das bei allen Vergleichen, Grafiken- Honorarberatung kostenfrei dargestellt wird. Absicht? Wer vernünftig berät, eine umfassende Bestandsaufnahme als Voraussetzung, mögliche Lösungen-mit völlig neuen Begriffen gründlich erklärt und dann noch das attraktivste Angebot erstellt wird sicher mindestens € 1000,00 für die Erstberatung berechnen müssen. Gerade die Erstbeiträge sind, hohe Rendite vorausgesetzt, wichtig wegen des Zinseszinseffektes. Zillmerung als NEGATIV zu bezeichnen, beweist nur völlige Ahnungslosigkeit Bei allen Verträgen unter € 100,00 ist es sehr unwahrscheinlich einen Vorteil zu erzielen, danach auch sehr selten. Die EIOPA bezeichnet die Provisionen als unwesentlich. Nach 10 Jahre Dauerwerbung der Verbraucherschützer und den Medien ist die armselige Zahl von 300 Beratern der beste Beweis, dass der Markt Honorarberater nicht akzeptiert. Viele H- Berater fahren zweigleisig und beziehen auch noch Provisionen. Ich wette das ich das Beste Angebot jedes Honorarberaters verdoppeln kann. Nur Makler haften unbegrenzt für das BESTE Angebot des Marktes!!! MEHR GEHT NICHT. Bei Umsetzung meiner Jahrhundertidee wird nach der Alleinstellung der gesamte Markt profitieren. Entscheidend ist aber das erstmals fast alle Bürger gute Versorgung bis ans Lebensende finanzieren können. Höchste Zeit, bevor die HÄLFTE der Bürger verarmt…

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Benjamin_tanis@outlook.de
Vor 7 Monaten

So ein Blödsinn

Wilfried Strassnig Versicherungsmakler
Vor 7 Monaten

Interessant das bei allen Vergleichen, Grafiken- Honorarberatung kostenfrei dargestellt wird. Absicht? Wer vernünftig berät, eine umfassende Bestandsaufnahme als Voraussetzung, mögliche Lösungen-mit völlig neuen Begriffen gründlich erklärt und dann noch das attraktivste Angebot erstellt wird sicher mindestens € 1000,00 für die Erstberatung berechnen müssen. Gerade die Erstbeiträge sind, hohe Rendite vorausgesetzt, wichtig wegen des Zinseszinseffektes. Zillmerung als NEGATIV zu bezeichnen, beweist nur völlige Ahnungslosigkeit Bei allen Verträgen unter € 100,00 ist es sehr unwahrscheinlich einen Vorteil zu erzielen, danach auch sehr selten. Die EIOPA bezeichnet die Provisionen als unwesentlich. Nach 10 Jahre Dauerwerbung der Verbraucherschützer und den Medien ist die armselige Zahl von 300 Beratern der beste Beweis, dass der Markt Honorarberater nicht akzeptiert. Viele H- Berater fahren zweigleisig und beziehen auch noch Provisionen. Ich wette das ich das Beste Angebot jedes Honorarberaters verdoppeln kann. Nur Makler haften unbegrenzt für das BESTE Angebot des Marktes!!! MEHR GEHT NICHT. Bei Umsetzung meiner Jahrhundertidee wird nach der Alleinstellung der gesamte Markt profitieren. Entscheidend ist aber das erstmals fast alle Bürger gute Versorgung bis ans Lebensende finanzieren können. Höchste Zeit, bevor die HÄLFTE der Bürger verarmt…

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