Durch Homeoffice bewegen sich die Menschen aktuell weniger. Doch gerade jetzt ist Bewegung an der frischen Luft wichtig. © Pixabay
  • Von Joachim Haid
  • 01.04.2020 um 09:10
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Viele Menschen in Deutschland arbeiten inzwischen im Homeoffice. Das reduziert die Gefahr einer Infektion durch das Corona-Virus, birgt dafür jedoch andere gesundheitliche Risiken – etwa durch Bewegungsmangel. Diese Möglichkeiten gibt es, auch im Homeoffice gesund zu bleiben.

Auch in der aktuell durch die Corona-Pandemie bedingten Ausgangsbeschränkung sind Aufenthalt, Bewegung und Sport im Freien erlaubt. Selbst der bayerische Ministerpräsident, Markus Söder, betont dies regelmäßig – obwohl Bayern mit die strengsten Ausgeh-Regeln zur Eindämmung des Corona-Virus  hat. Wer also nicht unter häuslicher Quarantäne steht, sollte diese Möglichkeiten regelmäßig nutzen. Natürlich unter Berücksichtigung der einzuhaltenden Abstandsregelungen. Bewegung an der frischen Luft ist sehr wichtig, und das aus mehreren Gründen.

Vitamin-D-Produktion

Jetzt, Anfang April, steht zumindest in Süddeutschland die Sonne langsam hoch genug, damit die Haut wieder selbst Vitamin D produzieren kann. Wir kommen zwar selbst in München nur an wenigen Tagen auf den dafür notwendigen UV-Index von mindestens 3, aber das wird die nächsten Wochen immer besser werden. Wie wichtig ein möglichst hoher Vitamin-D-Spiegel unter anderem für das Immunsystem ist und welche Zielwerte am besten erreicht werden sollten, können Sie in diesen Beiträgen (Vitamin D, Vorbeugung) nachlesen.

Bewegung und Sport

Schon bevor halb Deutschland vom Homeoffice aus arbeitete, war die tägliche Bewegung des durchschnittlichen Menschen viel zu gering. Aber immerhin gab es noch den Weg zur Arbeit und die Möglichkeit, sich im Büro bewegen zu können. Das ist bei vielen nun weggefallen. Hinzu kommt, dass viele Menschen ihre Kinder beim Home-Schooling unterstützen müssen und dabei meist neben deren Schreibtischen sitzen.

Einkaufen ist ebenfalls auf ein mögliches Minimum reduziert. Auch damit ist weniger Bewegung verbunden. Auch mir selbst fällt das auf. Hatte ich vor der den Zeiten des „Social Distancing“ nahezu täglich deutlich über 10.000 Schritte, zuzüglich meiner sportlichen Aktivitäten, käme ich heute im Rahmen der bestehenden Ausgangsbeschränkungen im Homeoffice nur noch auf etwa 4.000 Schritte. Das ist zu wenig. Wer nun zusätzlich noch viel sitzt, riskiert das sogenannte toxische Sitzen. Hierzu schreibt Jan-Dirk Fauteck in seinem Buch „Entzündungen – den Körper stark machen gegen den Feind in uns“ folgendes:

„Die überwiegende sitzende Lebensweise bringt die elektrische Aktivität in den Muskelzellen zum Erliegen, der Grundumsatz stürzt auf ein Drittel des aufrechten Gehens, auf nur 9 Kalorien pro Minute und die Wirksamkeit des Hormons Insulin sinkt beträchtlich. Neun Stunden Sitzen pro Tag reduziert die für das Aufspalten von Blutfetten und Triglyceriden benötigten Enzyme, was den Spiegel der günstigen HDL-Cholesterine senkt. Diese Spirale an metabolischen Belastungen resultiert in entzündlichen Prozessen, mit denen der Organismus auf den vermeintlichen Notstand reagiert. Aus diesen Gründen wird Sitzen als eigenständiges Krankheitsrisiko eingestuft und kann als chronisches toxisches Sitzen das Leben verkürzen. Vor allem passives Sitzen, wie etwas vor dem Fernseher (oder dem Computer – Ergänzung des Autors) gilt als bedrohlich.“

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Joachim Haid

Joachim Haid ist Geschäftsführer von Softfin und Initiator des Fitness- und Ernährungsprogramms PaleoMental, zudem Ernährungsberater und Fitnesstrainer mit A-Lizenz.

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