Die Brüder Viktor (links) und Johannes Becher gründeten Getsurance im Jahre 2016. © Getsurance
  • Von Karen Schmidt
  • 16.10.2020 um 14:53
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 00:50 Min

Das Insurtech Getsurance ist zahlungsunfähig und hat am Dienstag Insolvenz angemeldet. Das bestätigte der Insolvenzverwalter, Friedemann Schade, auf Nachfrage von Pfefferminzia. Wie es jetzt weitergeht, erfahren Sie hier.

Der digitale Versicherer Getsurance, der unter anderem Berufsunfähigkeits- und Krebsversicherungen verkauft, hat am Dienstag Insolvenz angemeldet. Das gab der Insolvenzverwalter, Friedemann Schade, gegenüber Pfefferminzia an. Auf die Frage, wie viel Geld fehle, um den Verpflichtungen nachzukommen, konnte der Rechtsanwalt keine konkrete Antwort geben: „Wir prüfen derzeit die wirtschaftliche Lage des Unternehmens“, sagt er.

Der normale Geschäftsbetrieb werde bis auf weiteres in vollem Umfang fortgeführt, so Schade weiter. „Die Vermittlung und Betreuung der Versicherungsverträge werden unverändert fortgesetzt. Die Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind über Insolvenzgeld abgesichert.“ Die Belegschaft stünde „geschlossen hinter dem Unternehmen“, erklärte der Fachanwalt für Insolvenzrecht.

Die bestehenden Versicherungsverträge seien von der Insolvenz nicht betroffen, betont Schade. „Die Verträge zwischen den Kunden und der Versicherung bestehen unverändert fort, ohne dass sie von der Insolvenz der Getsurance GmbH beeinflusst würden. Die Insolvenz hat keine Auswirkungen auf den Versicherungsschutz der Kunden.“

Zum Jahreswechsel werde man erneut prüfen, unter welchen Bedingungen eine weitere Fortführung des Unternehmens möglich sei, so der Insolvenzverwalter.

Getsurance wurde 2016 von den Brüdern Viktor und Johannes Becher gegründet. Als Investoren sind laut Homepage die Investitionsbank Berlin, die Schweizer Postbank, Post-Finance, und der amerikanischen Rückversicherer Reinsurance Group of America (RGA) an Bord.

autorAutorin
Karen

Karen Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

smiley-icon

achtung: Sie nutzen einen veraltete Version des Internet Explorer und daher kann es eventuell zu fehlerhaften Darstellungen kommen. Wir empfehlen den Internet Explorer zu aktualisieren oder Google Chrome zu nutzen.

verstanden!