Gerichtsverfahren Ergo will keinen Prozess um Skandal-Reise

Die Zentrale der Ergo in Düsseldorf.
Die Zentrale der Ergo in Düsseldorf. © dpa/picture alliance

In diesen Wochen soll der Prozess um die Lust-Reise von Mitarbeitern der Ergo-Vertriebstochter HMI in die Gellert-Therme nach Budapest beginnen. Konkret werden zwei Mitarbeiter wegen Veruntreuung vor Gericht gestellt. Der Ergo-Konzern hat daran aber kein Interesse mehr. Das Thema Schaden werde als erledigt angesehen.

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Obwohl der Ergo-Konzern im Jahr 2011 selbst Strafanzeige wegen der Reise stellte, hat man an einem Prozess in Düsseldorf nun offenbar kein Interesse mehr. Wie das Handelsblatt berichtet, schreibt eine Anwältin der Ergo an die Staatsanwaltschaft Hamburg: „Aus Sicht der Ergo ist kein zu kompensierender Schaden im Strafverfahren zu berücksichtigen. Das Thema Schaden wird seitens Ergo für erledigt angesehen.“ Der Konzern bestätigte das gegenüber der Zeitung. 



Zum Prozess soll es aber trotzdem kommen, da nur einer der ursprünglich drei Beschuldigten einem Deal zustimmte. Dieser sah eine Verfahrenseinstellung gegen Zahlung einer Geldauflage vor. Mitte Juli wird es mit dem Prozess wohl nun losgehen.

Die Ergo sei nicht als Kläger oder Nebenkläger beteiligt, so eine Sprecherin weiter. Man habe „die aus Sicht des Unternehmens Verantwortlichen 2011 angezeigt“. Die Anklage sei von der Hamburger Staatsanwaltschaft auf die nun vor Gericht stehenden beiden Personen ausgeweitet worden. Man habe die wichtige, interne Aufklärung der Budapest-Reise vor Jahren abgeschlossen und die nötigen Konsequenzen gezogen.
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