GKV – neue Chancen für Makler› zur Themenübersicht

„Geld macht gemütlich“ Die Kehrseite hoher GKV-Überschüsse

Ein Arzt im OP-Saal: Nicht immer sind die durchgeführten Behandlungen auch nötig, findet Kristiana Ludwig.
Ein Arzt im OP-Saal: Nicht immer sind die durchgeführten Behandlungen auch nötig, findet Kristiana Ludwig. © dpa/picture alliance

Für die Krankenkassen sieht es gerade ganz erfreulich aus. In diesem Jahr haben sie ihre Überschüsse auf insgesamt 2,5 Milliarden Euro steigern können. Doch die gute Finanzlage sei keineswegs ein Segen für die Versicherten, kommentiert die Süddeutsche Zeitung (SZ). Was dahinter steckt, erfahren Sie hier.

| , aktualisiert am 02.03.2018 11:52  Drucken

Die Überschüsse der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind in diesem Jahr auf insgesamt 2,5 Milliarden Euro gestiegen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung kürzlich berichtete. Die Kassenrücklagen liegen damit bei 18 Milliarden Euro.

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sieht angesichts der Milliardenüberschüsse „bessere Spielräume“ für mögliche Entlastungen. „Das ist eine gute Nachricht für alle gesetzlich Versicherten“, sagte Gröhe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Doch Kristiana Ludwig, Redakteurin der Süddeutschen Zeitung (SZ), kann sich darüber nicht freuen, wie aus ihrem Kommentar hervorgeht.

Denn: „Geld macht gemütlich“, meint sie.

Begründung: Wenn die Beiträge sinken, fehle in Berlin der Leidensdruck für nötige Einschnitte im Gesundheitssystem, so Ludwig – gemeint ist vor allem der Krankenhaussektor.

Einige Kliniken müssten aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen werden, findet sie. Trotz Widerstand aus den Kommunen. Das sei eine wichtige Sache, der sich die neue Regierung zuwenden sollte.

„Oft sind Ärzte angehalten, das Überleben ihrer Häuser mit Operationen zu sichern, die zwar lukrativ sind, aber zum Teil unnütz bis gefährlich für die Patienten“, schreibt die SZ-Redakteurin. Zudem gäbe es jetzt schon zu wenige Pfleger in Krankenhäusern und Altenheimen.

Gleichwohl sollten Politiker die Gelegenheit nutzen, teure Strukturen zu reformieren. Das sei, so Ludwig, der einzige Weg, die Qualität in Heimen und Kliniken zu halten.

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