Mitte bis Ende der neunziger Jahre gab es, aus heutiger Sicht, fabelhafte 4 Prozent Garantieverzinsung bei Lebensversicherungen. Seitdem ging es damit alle drei bis fünf Jahre abwärts. Jetzt liegt der Garantiezins bei 0,9 Prozent. Als Versicherer muss man sich also Alternativen zu den herkömmlichen Produkten einfallen lassen. Zwar wünschen sich viele Kunden nach wie vor Sicherheit, aber nicht alle wollen deswegen auf eine gewisse Rendite verzichten.

So gibt es verschiedene Modelle, die sich über den Grad der Garantien und der Investition in Aktien oder Fonds unterscheiden. Zwei Angebote dominieren aktuell den Absatz von Fondspolicen: die Indexpolicen und die dynamischen Hybride. Doch beide sind für den Kunden intransparent. Sie versprechen beste Renditeaussichten bei gleichzeitig hoher Garantie. Wie soll das gehen? Bestimmt nicht das magische Dreieck der Kapitalanlage diese Produkte ebenso wie allen anderen? Hohe Sicherheit und immer verfügbare Liquidität schmälern nun mal die Rendite.

Bei den dynamischen Hybriden beispielweise sind Garantien endfällig. Das bedeutet, sie werden mit den aktuellen Niedrigzinsen von ihrer späteren Fälligkeit auf den heutigen Tag abgezinst. Die Folge: Die Beiträge sind meist lange verstärkt im klassischen Deckungskapital der Anbieter gebunden.

Ähnlich verhält es sich mit dem zweiten Topf, dem Wertsicherungsfonds. Je höher die Garantie und je schwankungsintensiver die Märkte, desto mehr „sichert“ der Fonds mit Anleihen und desto länger verweilt das Ersparte dort. Systembedingt könnte also erst in späteren Jahren in den Renditebaustein investiert werden. Und genau zu dem Zeitpunkt wünschen sich die Kunden wieder sichere Komponenten. Die spät und unter Mühe aufgebaute freie Fondsanlage wird also wieder in Sicherheit gebracht. Zudem ist die Restlaufzeit kürzer und Schwankungen des Kapitalmarktes können daher weniger gut ausgeglichen werden.