EU-Aktionsplan Müssen Makler bald den Kundenwunsch Nachhaltigkeit abfragen?

Teilnehmer der Klima-Demonstration Fridays for Future halten am 14. Juni 2019 auf dem Hamburger Gänsemarkt unter anderem Transparente mit der Aufschrift:
Teilnehmer der Klima-Demonstration Fridays for Future halten am 14. Juni 2019 auf dem Hamburger Gänsemarkt unter anderem Transparente mit der Aufschrift: "System change! No climate change!" oder "Die Uhr tickt..." hoch. Seit sechs Monaten gibt es die Aktion jetzt auch in der Hansestadt. © picture alliance/Georg Wendt/dpa

Nachhaltigkeit wird auch bei der Kapitalanlage und der Risiko­absicherung immer wichtiger – das zeigt nicht zuletzt die Klimaschutzdebatte. Warum sich Makler darauf einstellen sollten, „grüne“ Versiche­rungsprodukte beim Kunden anzusprechen, erfahren Sie hier.

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Seit vielen Wochen gehen Schüler unter dem Motto „Fridays for Future“ für den Klimaschutz auf die Straße. Dass dies während der Unterrichtszeit passiert, gefällt nicht jedem – so stellte etwa CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer klar, dass sie ihren Kindern keine Entschuldigung schreiben würde, wenn sie demonstrieren gingen.

Doch mit jeder Kritik an der Jugend-Bewegung wächst natürlich auch die mediale Aufmerksamkeit – und inzwischen sprießen sogar erste zarte politische Erfolge. So erklärte der Gemeinderat von Konstanz jüngst, dass man künftig alle Entscheidungen unter einen Klima-Vorbehalt stellen wolle. Die Stadt am Bodensee sei damit die erste Stadt in Deutschland, die den Klimanotstand ausgerufen habe. Klimanotstand. Mancher mag dies als „Endzeit-Drama-PR“ abtun – Marcus Reichenberg, Gesellschafter und Geschäftsführer der „Greensurance Stiftung für Mensch und Umwelt“, dürfte nicht dazu gehören. 

„Die Klimaschutzdebatte wird auch die Finanz-, insbesondere die Versicherungsbranche erreichen“, ist Reichenberg überzeugt. So arbeite die EU-Kommission bereits seit Mai 2018 an der Umsetzung des Aktionsplans für nachhaltige Finanzen. Welche Folgen wird dieses Vorhaben für den Finanz- und Versicherungsvertrieb haben? Kunden müssten dann künftig vorab gefragt werden, ob sie Nachhaltigkeitskriterien in ihren Angeboten berücksichtigt haben möchten, erläutert Reichenberg.

Die ESG-Kriterien – diese stehen für Environmental, Social und Governance, also Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung – sollen demnach sowohl auf Anbieter als auch Produkte Anwendung finden. ESG-Themen sollen dabei in die Mifid-II-Richtlinie, die IDD- Richtlinie und in das Finanzregelwerk Solvency II integriert werden. 

Mit ihrem Vorstoß rennt die EU-Kommission bei der Greensurance Stiftung offene Türen ein, denn sie hat sich darauf spezialisiert, Versicherungsunternehmen bei der Verwirklichung ihrer Nachhaltigkeitsziele und -leistungen zu unterstützen. Außerdem bietet sie Beratern die Weiterbildung zum ESG-Berater, Fachberater für nachhaltiges Versicherungswesen, an.

Impact-Investing-Markt kontinuierlich gewachsen

Nachhaltiges Versicherungswesen. Was bedeutet das konkret? Schauen wir mal auf die Unternehmensseite: Der Versicherer Zurich gab beispielsweise unlängst bekannt, künftig 5 Milliarden Dollar in das sogenannte Impact-Investment-Portfolio des Unternehmens zu investieren. Bei Impact Investing stehe insbesondere der Nutzen – sei es in Sachen Umwelt oder Soziales – im Vordergrund, erklärt die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV). Im Fall von Zurich sehen die Impact-Ziele eine Vermeidung von 5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten vor sowie eine Verbesserung der Lebensqualität von 5 Millionen Menschen pro Jahr. Dabei sei der Impact-Investing-Markt in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen, friste insgesamt aber „eher noch ein Nischendasein“, bilanzieren die Versicherungsmathematiker.

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Quelle: Panthermedia

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