Harald Rosenberger, Vorstandssprecher der Nürnberger Lebensversicherung, sieht in dem Einstieg bei Getsurance eine Verbindung zwischen digitaler und persönlicher Beratung. © Nürnberger Versicherungsgruppe
  • Von Manila Klafack
  • 25.01.2021 um 12:21
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Die Nürnberger Versicherungsgruppe steigt bei Getsurance ein. Das Berliner Start-up ist seit Oktober 2020 insolvent. Mit diesem Schritt wolle der Versicherer seinen Kunden beides anbieten, digitale, einfache Produkte und auf Wunsch eine persönliche Beratung.

Die Nürnberger Versicherungsgruppe übernimmt das Versicherungs-Start-up Getsurance. Im Oktober 2020 meldeten die Gründer Viktor und Johannes Becher Insolvenz für ihr 2016 gegründetes Unternehmen an (wir berichteten). Nun nutzt die Nürnberger die Gelegenheit, bei dem auf Berufsunfähigkeits- und Krebsversicherungen spezialisierten Digitalversicherer als aktiver Investor einzusteigen.

Der Einstieg der Nürnberger erfolgt laut Pressemitteilung im Wege eines Insolvenzplans, durch den das Unternehmen entschuldet und neu finanziert wird. Getsurance wird weiterhin unter der eigenen Marke am Markt agieren, Firmensitz bleibt Berlin, alle Mitarbeitenden werden übernommen. Die beiden Gründer verlassen das Unternehmen. Die Geschäftsführung übernimmt laut der „Süddeutschen Zeitung“ künftig Gerlinde Wanke, die bei der Nürnberger die Konzernsteuerabteilung leite und die Digitalisierungseinheit Nürnberger Evo-X verantworte.

Fortgeführt werde auch die Zusammenarbeit mit dem Rückversicherer RGA und dem Versicherer Squarelife, die im Hinblick auf Produktentwicklung und Kundenzufriedenheit Service und Support sicherstellen werde.

Abschluss von BU und Altersvorsorge beim Vermittler

„Das kompetente Team, das innovative Geschäftsmodell und der hervorragende Marktauftritt aus Kundensicht haben uns überzeugt“, sagt Harald Rosenberger, Vorstand Nürnberger Leben laut einer Pressemitteilung. Getsurance werde das Nürnberger Portfolio nachhaltig und sinnvoll erweitern. Es gebe „wertvolle Impulse“ für den digitalen Vertrieb von Produkten für den Einkommensschutz.

Die Nürnberger sei überzeugt, dass komplexe Produkte wie Altersvorsorge oder Berufsunfähigkeitsversicherung weiterhin im persönlichen Gespräch abgeschlossen werden. Allerdings würden die Kundenreisen häufiger im Netz beginnen und dann beim Vermittler den Abschluss finden. „Damit ermöglichen wir unseren Kunden in Zukunft beides – digitale, einfache Produkte und bei Bedarf persönliche Beratung“, so Rosenberger.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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