Digitales Ausspionieren Wenn Kameras oder Lautsprecher Einfallstore für Cyberkriminelle sind

Der Lautsprecher Amazon Echo mit dem Sprachassistenten Alexa Voice Service. Verbraucherschützer haben Bedenken bezüglich der Datennutzung und -speicherung.
Der Lautsprecher Amazon Echo mit dem Sprachassistenten Alexa Voice Service. Verbraucherschützer haben Bedenken bezüglich der Datennutzung und -speicherung. © dpa/picture alliance

Ob über die Kamera oder den Lautsprecher – wenn sich Kriminelle in Notebooks oder Smartphones hacken, können Menschen ganz einfach ausspioniert werden. Kein gutes Gefühl. Darum verdeckt knapp jeder vierte Bundesbürger zum Beispiel die Kamera seines Computers, wie eine Studie herausfand.

| , aktualisiert am 15.03.2018 08:59  Drucken

Digitalisierung und künstliche Intelligenz, die uns den Alltag erleichtern sollen, öffnen manch einem Cyberkriminellen das Tor zum Datenklau. Kameras beispielsweise am Notebook oder am Smartphone können ihre Besitzer ausspionieren, wenn die Geräte von einer Schadsoftware befallen sind.

Dagegen wollen sich die Menschen schützen. Mehr als jeder vierte Nutzer (27 Prozent) deckt die Kamera von Laptop, Tablet oder Smartphone ab, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Vor heimlichen Kamera-Aufnahmen fürchten sich demnach vor allem jüngere Nutzer. 38 Prozent der 14- bis 29-Jährigen verdecken die Linse. Mit steigendem Alter nehmen diese Bedenken immer mehr ab. Bei den 50- bis 64-Jährigen sind es noch 23 Prozent der Gerätenutzer und bei den Über-65-Jährigen nur noch 13 Prozent, die ihre Kameras abdecken.

Da jedoch der Komfort der Nutzung der Geräte dadurch eingeschränkt ist, entscheidet sich die Mehrheit der User dagegen. Und so lassen 69 Prozent der Befragten die Kameralinse unbedeckt, so die Studie.

„Nutzer sollten die Software ihrer Geräte immer auf dem aktuellsten Stand halten, um möglichen Sicherheitslücken vorzubeugen“, empfiehlt Nabil Alsabah, Referent für IT-Sicherheit beim Bitkom. Bei verdächtigen Aktivitäten sollte ein Gerät mit Viren-Scannern auf Schadprogramme überprüft werden. „Die letzte Option ist immer, ein infiziertes Gerät zu formatieren, was alle Daten auf den internen Speichern löscht und Schadprogramme entfernt“, so Alsabah.

Neben der Kamera können auch Lautsprecher problematisch sein. Bei Amazons Sprachassistent „Alexa“ etwa warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vor datenschutzrechtlichen Risiken.

Allein mit dem Wort „Alexa“ wird das System gestartet. Da es über WLAN mit dem Internet verbunden ist, können unterschiedliche Funktionen genutzt werden. Beispielweise das Abspielen von Musik und Hörbüchern, das Hören von Nachrichten, Straßenverkehrsinfos oder der Wettervorhersage. Auch kostenpflichtige Bestellungen über Amazon Prime können ausgelöst werden. Für die Verbraucherschützer stellen unter anderem diese Dienste Risiken da.

Das System weiß, wo der Nutzer wohnt und arbeitet. Alle Suchanfragen landen in einer Cloud und damit auf Servern, die auch im Ausland stehen können. In der Cloud werden die Fragen für die passenden Antworten ausgewertet. In dieser Datennutzung und -speicherung sehen die Verbraucherschützer ein Problem.

Zwar lassen sich nach Aussage von Amazon die Aufnahmen selbst wohl löschen, aber die Verbraucherschutzzentrale warnt: „Machen Sie sich bewusst, dass die Daten auch auf Servern in Ländern landen können, die einem geringeren Datenschutzstandard als Deutschland unterliegen und beispielsweise einem Zugriff von Geheimdiensten ausgesetzt sein können.“

Auch zu kuriosen Unfällen kann es durch die Sprachassistenten kommen, wie ein neuerlicher Fall aus den USA zeigt. Ein Mädchen hatte sich mit Alexa unterhalten und dabei aus Versehen ein Puppenhaus und zwei Kilogramm Kekse bestellt. Als das Wort „Alexa“ in diesem Zusammenhang in der Berichterstattung in den Nachrichten fiel, versuchten einige Geräte für ihre Nutzer ebenfalls ein Puppenhaus zu bestellen.

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