Digitalchef der Ergo „Amazon nehmen wir sehr ernst“

Mark Klein ist Digitalchef der Ergo.
Mark Klein ist Digitalchef der Ergo. © Ergo

Die Digitalisierung wird in der Versicherungsbranche noch einiges verändern, davon ist Mark Klein, Digitalchef der Ergo, überzeugt. Kunden wollten und erwarteten mehr, und Versicherer müssten sich anpassen. Aber auch eine Konkurrenzsituation mit Amazon und Google erwartet Klein.

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Mark Klein ist Digitalchef der Ergo und Vorsitzender des Vorstands der im September 2016 gegründeten Ergo Digital Ventures – dort fließen alle Direkt- und Digitalaktivitäten des Konzerns zusammen. Kleins Job besteht darin, das Unternehmen für die digitale Zukunft aufzustellen.

„Die Digitalisierung ändert grundlegend die Art, wie wir arbeiten, wie wir denken und sie ändert Prozesse und Produkte. Ich bin überzeugt, dass sich Versicherungen unter anderem für Partner außerhalb der Branche öffnen und den Kunden ein Paket aus Hardware, Software und Services bieten müssen“, sagte er nun in einem Interview mit dem Magazin „Absatzwirtschaft“

Wettbewerber sieht er dabei viele – so nannte er auch Google, Amazon, Facebook und Apple. Er erwarte zwar keine Versicherungen aus der Hand von Google. Aber: „Amazon nehmen wir sehr ernst, denn das Unternehmen hat sehr, sehr gute Daten und hätte aufgrund seines Datenmanagements einen Wettbewerbsvorteil.“ Start-ups sieht er dagegen nicht als Konkurrenz, sondern eher als Kooperationspartner.

Das Magazin fragte den Ergo-Mann auch nach seinem neuen Projekt Nexible.

Klein antwortete: „Die Herausforderung liegt nicht so stark in Vertrieb, Frontend oder der User-Experience, sondern vielmehr in den Prozessen. Eine Schadenregulierung zum Beispiel erfordert weniger Automatisierung als Digitalisierung. Die Kernaufgabe ist es, Kunden stärker in die Prozesse einzubeziehen und diese Prozesse transparent zu machen.“

Aber auch andere, komplexere Versicherungsprodukte sind in Kleins Augen digitalfähig, etwa in der Krankenversicherung. Eine Gesundheitsvollversicherung sei sehr komplex. „Deshalb werden wir mit Zusatzversicherungen starten, zum Beispiel Zahnzusatzversicherungen“, so Klein.

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