Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Dieter Rauch zur IDD-Umsetzung „Honorarberater müssen Verbraucherverdummung die rote Karte zeigen“

VDH-Chef Dieter Rauch
VDH-Chef Dieter Rauch © VDH

Vor einigen Wochen haben Bundestag und Bundesrat das Gesetz zur Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD in deutsches Recht beschlossen. Kurz vor Schluss, gab es dabei noch einige Änderungen zugunsten von Versicherungsmaklern. Dem Verbund Deutscher Honorarberater passt das so gar nicht.

|  Drucken

Dass das Honorarverbot für Versicherungsmakler kurz vor Beschluss des IDD-Umsetzungsgesetzes doch noch aufgehoben wurde, kommt beim Chef des Verbunds Deutscher Honorarberater (VDH), Dieter Rauch, überhaupt nicht gut an.

„Man muss sich fremdschämen für die Politiker, die vor der Provisionslobby eingeknickt sind“, wettert Rauch. Er bezeichnet diese Änderungen in letzter Sekunde als „Politikversagen“.

Aber warum?

Laut Rauch werden so Mischmodelle in der Vergütung möglich: „Ein Geschäftsmodell, das sich seit Längerem wie die Pest verbreitet und das mit Honorarberatung nichts zu tun hat.“ Nur „Pseudo-Berater“ würden davon Gebrauch machen.

Für Rauch ist das in der IDD-Umsetzung nun nicht mehr vorgesehene Honorarannahmeverbot für Vermittler und damit das Ermöglichen von Mischmodellen nur das „letzte Aufbäumen der Provisionsindustrie“.

Daher fordert er seine Honorarberater-Kollegen auf, in die Offensive zu gehen:

„Honorarberater müssen sich jetzt klar positionieren und dieser Verbraucherverdummung durch Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit die rote Karte zeigen.“

Faire Finanzberatung sei nur dann möglich, wenn die Vermittlung von Produkten die Nebenleistung einer fundierten Beratung sei und kein Mittel zum Zweck der Vergütung wie etwa bei der Honorarvermittlung, wie sie die IDD-Richtlinie jetzt vorsieht, so der VDH-Chef.

Höheres Rentenniveau für alle
Werbung

Mütter, die früh wieder in den Job einsteigen, könnten die Rentenbeitragszahler bis 2050 um insgesamt rund 190 Millarden Euro entlasten. So lautet das Ergebnis einer Studie des Prognos-Instituts im Auftrag des GDV.

Was diese Entwicklung für Frauen in puncto eigener Rentenansprüche und der privaten Riester-Altersvorsorge in konkreten Zahlen bedeutet, lesen Sie in folgendem Beitrag.

Mein Geld TV zum Thema Altersvorsorge
Werbung

Wenn es um das Thema Altersvorsorge geht, gehört Deutschland in Europa zu den Schlusslichtern. Fehlen geeignete Altersvorsorgeprodukte oder ist es die zu erwartende Rente im Jahr 2030, die künftig auf einem Rentenniveau von 45 Prozent des Bruttoeinkommens liegen wird?

In der Expertenrunde von Mein Geld TV geht es um die richtigen Finanzprodukte und um Zukunftsthemen im Bereich der Altersvorsorge. Hier geht es zur Diskussionsrunde.

Phoenix Partnerschaft: die Pläne für Europa
Werbung

Standard Life geht von einem "harten Brexit" im März 2019 aus.

Nigel Dunne, der Geschäftsführer für Standard Life in Europa, erklärt wie die Pläne von Standard Life in der neuen strategischen Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe aussehen und was die konkreten Pläne für das Europageschäft sind.

Mit Weitblick die Vorsorge planen