DAK Psychoreport In diesen Berufen leiden die Menschen besonders häufig unter Depressionen

Die Grafik zeigt die Fehltage pro 100 Versicherte aufgrund psychischer Erkrankungen nach Wirtschaftsgruppen.
Die Grafik zeigt die Fehltage pro 100 Versicherte aufgrund psychischer Erkrankungen nach Wirtschaftsgruppen. © DAK

Immer mehr Menschen werden wegen psychischer Leiden krankgeschrieben. Wie die Krankenkasse DAK in ihrem Psychoreport berichtet, haben sich die Fehltage wegen Krankheiten wie Depressionen oder Angststörungen seit 1997 mehr als verdreifacht. In welchen Berufen die Menschen besonders davon betroffen sind, lesen Sie hier.

| , aktualisiert am 25.07.2017 10:31  Drucken

Diagnosen wie Depressionen, Angststörungen und andere psychische Leiden verursachten 2015 knapp 17 Prozent aller Fehltage, zeigt der Psychoreport der Krankenkasse DAK. Auf 100 DAK-Versicherte entfielen danach 237 Ausfalltage. Ein „beispielloser Anstieg“, wie die Krankenkasse feststellt. Bei keiner anderen Krankheitsart gebe es eine vergleichbare Entwicklung. Seit 1997 hat sich die Zahl der durch psychische Erkrankungen verursachten Fehltage verdreifacht (209 Prozent).

Frauen sind von den psychischen Leiden mit 6,5 Prozent dabei fast doppelt so häufig betroffen wie Männer (3,6 Prozent). Im Schnitt dauerte eine Krankschreibung 35,1 Tage.

Welche Berufsgruppen neigen aber tendenziell zu Krankheitsbildern wie Depressionen, Angststörungen & Co. Zwei Wirtschaftsgruppen würden besonders auffallen, heißt es weiter im DAK-Report – das Gesundheitswesen und die öffentliche Verwaltung.

Gesundheitswesen besonders betroffen

Im Gesundheitswesen lag die Zahl der durch psychische Erkrankungen verursachten Ausfalltage mit 51 Prozent deutlich über dem DAK-Durchschnitt, berichtet die Krankenkasse. Die Branche verzeichnete 358 Fehltage pro 100 Versicherte. Beschäftigte in der öffentlichen Verwaltung verzeichneten 31 Prozent mehr Ausfalltage als der Durchschnitt der Branchen. Psychische Erkrankungen verursachten hier 311 Tage pro 100 Versicherte.

Auffällig sei auch die Branche der Banken und Versicherungen: Sie habe zwar einen weit unterdurchschnittlichen Gesamtkrankenstand (20 Prozent Abweichung nach unten), liege aber bei den psychischen Erkrankungen im Durchschnitt.

Ganz anders sehe es bei den Branchen Baugewerbe mit „nur“ 148 Tagen, Rechtsberatung und andere Unternehmensdienstleistungen mit 167 Tagen sowie Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau mit 178 Tagen aus. Hier hätten vergleichsweise wenig Beschäftigte aufgrund von psychischen Erkrankungen gefehlt.

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