Corona sorgt für steigendes Interesse an privater Altersvorsorge. © picture alliance / Rupert Oberhäuser
  • Von Achim Nixdorf
  • 13.11.2020 um 15:15
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Das Interesse der Bevölkerung an der privaten Altersvorsorge ist durch die Corona-Pandemie gestiegen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Continentalen. Gerade für Geringverdiener und Menschen mit geringer formaler Bildung hat das Thema offenbar an Bedeutung gewonnen.

Die Corona-Pandemie hat noch einmal viele Menschen für das Thema Altersvorsorge sensibilisiert. Und zwar insbesondere diejenigen, die wegen ihrer geringen Einkommen besonders von Altersarmut bedroht sind. Das ist das wichtigste Ergebnis der aktuellen Continentale-Studie 2020. Demnach sagt jeder dritte Geringverdiener, das Thema hätte für ihn an Bedeutung gewonnen. Bei Befragten mit Hauptschulabschluss ist es jeder Vierte.

Insgesamt ist laut Studie für 14 Prozent der 25- bis 60-Jährigen in Deutschland das Thema private Altersvorsorge durch die Corona-Krise wichtiger geworden. Bei 84 Prozent aller Befragten hat die Pandemie zu keiner Veränderung geführt, bei nur 2 Prozent hat es an Wichtigkeit verloren.

Die Hälfte ist bereit zum Konsumverzicht

Die eigene Altersvorsorge ist der Bevölkerung auch unabhängig von Corona wichtig: 52 Prozent würden der Studie zufolge für sie sogar auf Konsum wie etwa Urlaube verzichten. 46 Prozent lehnen dies ab. Diese Werte entsprechen genau denen des Vorjahres.

Auch die Angst, im Alter den gewohnten Lebensstandard finanziell nicht halten zu können, ist im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich geblieben. „42 Prozent der Befragten haben diese Befürchtung“, heißt es in einer Mitteilung der Continentale. 2019 seien es 46 Prozent gewesen. Besonders große Sorgen machten sich jüngere Menschen bis 39 Jahre (48 Prozent), Geringverdiener (60 Prozent) und Befragte mit einem niedrigen formalen Bildungsabschluss (53 Prozent).

Immobilien weiter an der Spitze

Die beste Form der Altersvorsorge stellen für 87 Prozent der Studienteilnehmer Immobilien dar. Das sind 6 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Andere Vorsorgeformen wie eine private Rentenversicherung oder private Pflegezusatzversicherung seien in etwa gleich häufig genannt worden (zwischen 50 und 60 Prozent). Selbst eine private Unfallversicherung werde von 50 Prozent für geeignet gehalten. Eine Veränderung zum Vorjahr habe es lediglich beim Thema Sparen gegeben. Die klassische Vorsorgeform des Sparbuchs hätten im Jahr 2019 noch 60 Prozent favorisiert – 8 Prozent mehr als in diesem Jahr.

Großer Aufklärungsbedarf

„Diese Ergebnisse zeigen, dass es bei der privaten Altersvorsorge noch viel Aufklärungsbedarf gibt. Denn einige der genannten Vorsorgeformen mögen durchaus Sinn ergeben, aber nicht als Absicherung für den Lebensabend. Wer glaubt, mit dem Sparbuch oder der privaten Unfallversicherung gegen Altersarmut vorgesorgt zu haben, der ist nicht gut informiert“, sagt Helmut Hofmeier, Vorstand Leben im Continentale Versicherungsverbund. „Nur eine Versicherung mit einer lebenslangen Rente sichert das Einkommen im Alter – unabhängig davon wie alt man wird.“

Die Continentale-Studie in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Kantar erscheint seit dem Jahr 2000 einmal jährlich. Für die aktuelle Studie wurden bundesweit repräsentativ 829 Personen zwischen 25 und 60 Jahren befragt. Mehr Informationen unter www.continentale.de.

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Achim Nixdorf

Achim Nixdorf ist seit April 2019 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

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