Chef der Bundesärztekammer „Die Bürgerversicherung bewirkt und fördert Ungerechtigkeit“

Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, spricht am 23. Mai 2017 während der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Ärztetags.
Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, spricht am 23. Mai 2017 während der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Ärztetags. © dpa/picture alliance

Eine Bürgerversicherung würde das deutsche Gesundheitssystem nicht gerechter machen. Davon ist der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, überzeugt. Auf dem 120. Deutschen Ärztetag warnte er daher vor einer Änderung des Krankenversicherungssystems in diese Richtung.

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Von der Bürgerversicherung hält Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), rein gar nichts. Auf dem 120. Deutschen Ärztetag warnte er vor ihrer Einführung. Sie sei ein „Turbolader einer echten Zwei-Klassen-Medizin“, sie sei nicht gerecht und „fördert Ungerechtigkeit, statt ihr vorzubeugen“, zitiert ihn das Ärzteblatt.

Der BÄK-Chef gab zwar zu, dass es wegen der unterschiedlich hohen Honorare in GKV und PKV „Komfortunterschiede“ im deutschen Gesundheitssystem gebe. Die Qualität der medizinischen Behandlung sei aber nicht abhängig vom Versichertenstatus.

Montgomery: „Wer meint, dass eine Einheitsversicherung gerechter ist, als unser heutiges System, der verwechselt Gleichheit auf niedrigem Niveau mit Gerechtigkeit.“

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