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Bundesverband der Rentenberater „Rente ist ein Thema für die Schulen“

Zwei Mädchen machen Hausaufgaben: Auch Schulkinder sollten schon früh über das Thema Rente unterrichtet werden, findet die Präsidentin des Bundesverbands der Rentenberater, Anke Voss.
Zwei Mädchen machen Hausaufgaben: Auch Schulkinder sollten schon früh über das Thema Rente unterrichtet werden, findet die Präsidentin des Bundesverbands der Rentenberater, Anke Voss. © Pixabay

Die Präsidentin des Bundesverbands der Rentenberater, Anke Voss, hat sich dafür ausgesprochen, die Rente stärker im Schulunterricht zu behandeln. Die drei Säulen der sozialen Sicherung und das deutsche Rentensystem seien in den Schulen „kaum ein Thema“, kritisierte Voss. Zugleich warnte sie davor, dass Solidarprinzip in Frage zu stellen. Dies nütze nur Populisten.

| , aktualisiert am 07.01.2019 14:42  Drucken

Gerade bei jungen Menschen sei der Zusammenhang zwischen wenig Vertrauen ins Rentensystem und wenig Wissen darüber auffällig, erklärte Anke Voss, Präsidentin des Bundesverbandes der Rentenberater anlässlich der Rentenberatertage 2018 in Dresden.

Dass in der Schule die drei Säulen der sozialen Sicherung und das deutsche Rentensystem „kaum ein Thema“ seien, trage dazu bei, junge Menschen durch „falsche Darstellungen besonders leicht zu verunsichern“, so Voss.

„Wir halten die gesetzliche Rente für ein gutes und gerechtes System und wir sind bereit, gerechte und solidarische Reformen mitzugestalten“, betonte die oberste Rentenberaterin.

Die Rente für Erziehungszeiten und Verbesserungen für kranke Menschen seien dabei Beispiele für die positiven Entwicklungen in der Rente, die der Verband aktiv eingefordert und mitgestaltet habe.

Voss warnt vor populistischen Parolen

Und weiter: „Bundesminister Hubertus Heil hat die Rente als Kernversprechen des Sozialstaates bezeichnet, dass Menschen nach einem Leben voller Arbeit eine ordentliche Absicherung haben.“ Es gelte, so Voss, dieses Versprechen von der Politik auch „einzulösen und zu halten“. 

Wer jedoch als Politiker das Solidarprinzip infrage stelle und behaupte, dass die jungen Menschen „nur für das schöne Leben der heutigen Rentner“ zahlten und später selber leer ausgehen würden, handele fahrlässig. Sie warnte davor, dass solche Aussagen zu Verunsicherung in der Gesellschaft führten: „Wer so argumentiert, sorgt dafür, dass Menschen sich als Opfer von ‚Denen-da-oben‘ fühlen. Diese Unsicherheit und der Vertrauensverlust nützen vor allem Populisten, die daraus politisches Kapital schlagen.“

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