Leider ist aber gerade bei jungen Menschen die Bereitschaft, sich mit der Absicherung der eigenen Arbeitskraft zu beschäftigen, nicht unbedingt groß. „Ich warte, bis ich Geld verdiene, dann spare ich jetzt schon mal die Beiträge“, lautet einer der häufigen Einwände.


Dieser Einwand ist äußerst plausibel und er beinhaltet noch ein wirklich ernst zu nehmendes Problem. Tatsächlich kann der Schüler oder der Student, oft auch der Azubi, es sich nicht leisten, monatlich 40 bis 70 Euro in eine Risikoabsicherung zu investieren. Aus diesem Grund muss der Vermittler in erster Linie die Eltern überzeugen, was eine zusätzliche Hürde bedeutet. Im Verkaufsgespräch muss der Vermittler darauf achten, beide Parteien gleichermaßen mit Aufmerksamkeit zu bedenken.

Plausibel ist dieser Einwand, weil der Kunde in den nächsten Jahren wahrscheinlich ein paar tausend Euro sparen wird. Es lohnt sich aber, hier mal nachzurechnen. Selbst unter der Annahme, dass das Beitragsniveau in fünf Jahren das gleiche wäre wie heute, und sich weder die Berufsgruppe noch der Gesundheitszustand des Kunden ändern werden, spart der Kunde nämlich nichts.

Ein 16-jähriger Büroangestellter zahlt für eine BU jährlich 516,36 Euro. Bis zum 67. Lebensjahr wird er insgesamt 26.334,36 Euro zahlen. Schließt er eine BU fünf Jahre später, zahlt er 582,36 Euro pro Jahr, was insgesamt 26.788,56 Euro ergibt.

Ein 16-jähriger Büroangestellter dürfte einigermaßen selten sein, aber für die Rechnung ist der Beruf egal. Unterm Strich ist nichts zu sparen. Fünf Jahre mehr an Schutz kosten nicht mehr Geld.