Jedes Jahr erleiden rund 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Dabei ist jeder fünfte Patient jünger als 55 Jahre. Und trotz guter Therapiemöglichkeiten bleibt etwa ein Drittel der Schlaganfall-Patienten dauerhaft arbeitsunfähig. Das zeigen aktuelle Zahlen der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft.

Auch Herzinfarkte (rund 220.000 pro Jahr) und Krebserkrankungen (rund 480.000 pro Jahr) stellen das Leben der Betroffenen oft auf den Kopf: Sie müssen zum Arzt oder zur Reha, gegebenenfalls die Wohnung umrüsten, in ihrem Beruf kürzertreten oder ihn vielleicht gleich ganz aufgeben.

Dread-Disease-Versicherungen können in einer solchen Situation zumindest teilweise helfen. Bei diesen Policen gibt es eine Einmalzahlung, wenn der Versicherte schwer erkrankt. Wofür das Geld verwendet wird, entscheidet der Kunde selbst. „Zur Zielgruppe gehört daher grundsätzlich jeder, der sich, seine Familie oder sein Unternehmen gegen die finanziellen Folgen einer schweren Krankheit absichern will“, erklärt Martin Gräfer, Vorstand Versicherungsgruppe die Bayerische.

Absicherung von Schlüsselkräften

Das gelte etwa für Berufstätige, die ihre Familie absichern wollen oder einen (Immobilien-)Kredit bedienen müssen. Oder für Nicht-Berufstätige wie Hausfrauen, „wenn etwa die Mutter kleiner Kinder wegen einer schweren Krankheit ausfällt und der Hauptverdiener in seinem Beruf zurückstecken muss, um Erziehung und Pflege zu übernehmen“, so Gräfer.

Oder Unternehmer können Dread-Disease-Produkte einsetzen, um den längerfristigen Ausfall von Spezialisten, Führungspersonen oder anderen Schlüsselfiguren abzufedern. „Insbesondere von kleinen und mittelständischen Unternehmen wird häufig unterschätzt, wie schnell eine Abwesenheit des Unternehmers oder einer Schlüsselkraft im Unternehmen eine Firma in Existenznot bringen kann“, verdeutlicht Jacques Wasserfall, Leiter Versicherungstechnik Leben der Zurich Gruppe Deutschland, das Risiko.