Zufrieden zeigte sich Eberhard Sautter, Vorstandsvorsitzender der Hanse Merkur, am Mittwoch bei der Präsentation der Bilanzkennzahlen der Gruppe für das Jahr 2016. So sanken die gebuchten Bruttobeiträge zwar um 8,1 Prozent auf 1,88 Milliarden Euro. Das sei allerdings ausschließlich auf die „planmäßige Reduzierung der Einmalbeiträge im Lebensversicherungsgeschäft“ zurückzuführen, so Sautter. In diesem Geschäftsfeld gingen die Bruttobeitragseinnahmen um 48,6 Prozent auf 248,2 Millionen Euro zurück.

Im Geschäftsfeld Gesundheit und Pflege dagegen legten die Beiträge um 5,1 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro zu, im Bereich Schaden und Unfall lag das Plus bei 14,0 Prozent. Hier liegen die Bruttobeitragseinnahmen nun bei 58,5 Millionen Euro. Bei den laufenden Beiträgen verzeichnete die Gruppe ein Wachstum von 4,1 Prozent auf 1,81 Milliarden Euro.

Das Konzern-Eigenkapital – das in den vergangenen drei Jahren um 176,0 Millionen Euro zulegte – steigerte der Versicherer 2016 noch einmal um 73,2 Millionen auf 426,0 Millionen Euro. Es liegt damit auf dem höchsten Stand seit Gründung des Unternehmens. Einen Bestwert schaffte die Hanse Merkur laut Ausführungen Sautters auch beim Konzern-Überschussergebnis. Es lag vor Steuern, Zuführung zur RfB und Schwankungsrückstellungen bei 269,9 Millionen Euro (Vorjahr: 249,3 Millionen Euro). Nach Abzug dieser drei Posten bleibt ein Konzernjahresüberschuss von 56,6 Millionen Euro; 80,8 Millionen Euro waren es im Vorjahr. 

Beim Kundenbestand schaffte die Hanse Merkur ein Plus um rund 300.000 auf 9,6 Millionen Versicherte. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Innendienstes wurden im April 2017 durch eine Einmalzahlung in Höhe von 2.000 Euro am Unternehmenserfolg des Jahres 2016 beteiligt. Ende 2016 beschäftigte die Hanse Merkur Gruppe 2.073 Angestellte im Innen- und Außendienst sowie hauptberufliche Vermittler.

Entwicklung im Geschäftsfeld Gesundheit und Pflege

Mit dem Wachstum bei den Beitragseinnahmen um 66,9 Millionen Euro auf 1,37 Milliarden Euro verbessert sich die Hanse Merkur Kranken um eine Position auf Platz 11 unter den 41 Mitgliedsunternehmen des PKV-Verbandes. Der Nettozugang in der Vollversicherung lag bei 7.441. Bei den Zusatzversicherungen kamen 14.228 neue Kunden hinzu.