Bilanz Naturgefahren 2015 Winterstürme machen Versicherern zu schaffen

Verwüstete Stadt in den USA: Auch in Deutschland wüten immer mal wieder Tornados.
Verwüstete Stadt in den USA: Auch in Deutschland wüten immer mal wieder Tornados. © Getty Images

In Deutschland geht von Stürmen die größte Gefahr aus. Der teuerste im vergangenen Jahr hieß Niklas und verursachte Schäden in Höhe von 750 Millionen Euro.

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Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 192 Stundenkilometern verursachte Niklas die größten Schäden aller Naturereignisse 2015. Er zählt er zu den fünf stärksten Stürmen seit 1997. Insgesamt beliefen sich die Schäden aus Naturereignissen auf rund 2,1 Milliarden Euro. Ein Drittel davon geht auf das Konto von Niklas.

Andere Schadensverursacher waren vor allem zahlreiche Tornados. Im Mai beispielsweise verwüstete ein Tornado das Dorf Bützow in Mecklenburg-Vorpommern. Über 100 Häuser wurden beschädigt, teilweise waren sie danach unbewohnbar. Bilder, die man bislang nur vom amerikanischen Kontinent kannte.

Fakt ist jedoch, dass Stürme heftiger werden und häufiger vorkommen. Klimaforscher vermuten, dass besonders intensive Stürme, wie sie derzeit nur alle 50 Jahre vorkommen, bis zum Jahr 2100 alle 10 Jahre auftreten werden. Eine Herausforderung für die Anbieter von Wohngebäudeversicherungen, die ihre Risiken immer genauer kalkulieren müssten.

Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), lobte unter diesen Aussichten das Klimaschutzabkommen von Paris vom vergangenen Dezember. Es sei „ein deutlicher Fortschritt im Kampf gegen die Erderwärmung“. Er plädierte stark dafür, die selbstgesteckten Klimaschutzziele einzuhalten, alles andere würde die Versicherungswirtschaft vor große Herausforderungen stellen. Ziel sei es, mit Aufklärung und Prävention, individuellen Versicherungsschutz zu stärken.

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