Viele Meeresbewohner verheddern sich in den herrenlosen Netzen in der Nordsee und sterben. Um diesen Müll im Meer einzusammeln, fahren die Taucher von „Ghost Diving Germany“ gemeinsam mit tauch.versicherung und bessergrün im Mai eine Woche lang auf die Nordsee. © Ghost Diving Germany
  • Von Manila Klafack
  • 28.04.2022 um 12:10
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Auf den ersten Blick scheinen Taucher und Versicherungen nicht viel miteinander gemein zu haben. Doch in diesem konkreten Fall eint der Einsatz für den Umweltschutz beide Gruppen. Denn die Taucher von „Ghost Diving Germany“ durchsuchen in einem Gemeinschaftsprojekt mit tauch.versicherung und bessergrün eine Woche lang die Nordsee, um herrenlosen Netze zu bergen.

Der Taucherverein „Ghost Diving Germany“ setzt sich mit dem Versicherungsmarktplatz bessergrün und der tauch.versicherung in dem Gemeinschaftsprojekt „Ostfriesland“ für das Beseitigen von herrenlosen Fischernetzen, sogenannten Geisternetzen, in der Nordsee ein. Dafür tauchen sie vom 2. Mai bis zum 6. Mai jeden Tag hinter den ostfriesischen Inseln ab und suchen danach. „Während in anderen Meeren verschiedene Umweltschutzorganisationen schon längst die herrenlosen Netze bergen, macht es in der Nordsee aktuell keiner“, heißt es von bessergrün. Jährlich würden so schätzungsweise 640.000 Tonnen Fischereiausrüstung in den Meeren zurückbleiben.

Diese Netze reißen sich von Fischereischiffen los oder werden manchmal sogar absichtlich ins Meer geworfen und gefährden durch ihr Herumtreiben viele Meeresbewohner. Fische, die in  Geisternetzen hängen bleiben, locken größere Tiere an, sodass auch schon Schweinswale, Seehunde oder Kegelrobben in Netzen gefunden wurden. Sie verheddern sich und ersticken am Ende qualvoll. Andere Tiere wiederum verwechseln die Netze oder Teile davon mit Nahrung. Bei den 2016 an der Nordseeküste gestrandeten Pottwalen fand man in einigen Mägen ganze Netze.

Nordsee ist ein schwieriges Tauchgebiet

Das Bergen dieser Geisternetze in der Nordsee ist jedoch nicht einfach. Selbst für die erfahrenen Taucher von „Ghost Diving Germany“ dürfte die geplante Bergungsaktion kein Spazier(tauch)gang werden. „Die Nordsee ist eines der herausforderndsten Tauchgebiete überhaupt“, weiß Timo Vierow von der tauch.versicherung. Starke Strömungen, trübe Sicht und das Wechselspiel der Gezeiten sind auch für erfahrene Unterwassersportler eine Herausforderung. Der Versicherungsmakler weiß, wovon er spricht. Als passionierter Taucher hat er seine Maklertätigkeit auf die Zielgruppe der Taucher zugeschnitten.

Neu dagegen ist der Meeresschutz für bessergrün. Bislang stand der Wald im Fokus des Marktplatzes. So wurde für jeden Vertrag mit bessergrün-Option ein Baum gepflanzt. Nun werden die ökologischen Beiträge auf das Meer ausgedehnt. Die Idee hierzu entwickelte sich in einem Gespräch zwischen Timo Vierow und Henning Bernau von den NV-Versicherungen und bessergrün. Die NV-Versicherungen hatten bereits in der Hausratversicherung ein Sonderkonzept für Taucher geschnürt.

 

„Wir können jeden Tag einen Blick auf die Nordsee werfen. Diese mit solchen Projekten zu schützen, ist für uns selbstverständlich“, sagt Bernau. Zudem konnte er auch das Nordseeheilbad Carolinensiel-Harlesiel für das Projekt begeistern. „Eine gesunde Nordsee ist uns wichtig, und wenn wir dabei mithelfen können, machen wir das natürlich gerne“, sagt Kai Koch, der Geschäftsführer der Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel GmbH.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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