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Berufsunfähigkeit Warum sich eine BU-Police auch schon für Schüler und Studenten lohnt

In bunten Kostümen nehmen am 26. Februar 2017 in Köln (Nordrhein-Westfalen) Schüler an den Schull- un Veedelszöch (Schul- und Viertelsumzüge) teil.
In bunten Kostümen nehmen am 26. Februar 2017 in Köln (Nordrhein-Westfalen) Schüler an den Schull- un Veedelszöch (Schul- und Viertelsumzüge) teil. © dpa/picture alliance

Es ist sinnvoll für Schüler, Azubis und Studenten, möglichst früh eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Aber welche Klauseln sind für diese jungen Menschen besonders wichtig? Und was zählt überhaupt als Beruf eines Schülers? Pfefferminzia klärt auf.

26.06.2017 10:33  Drucken

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist die erste und die beste Wahl, wenn es darum geht, seine Arbeitskraft abzusichern. Das Problem: Selbst diejenigen, die eine BU-Versicherung abschließen wollen, bekommen sie nicht immer.

Zwei Haupt-Hindernisse gibt es dabei, weiß Versicherungsmakler und BU-Spezialist Matthias Helberg. „Die beiden größten Problemfelder der BU sind derzeit eine viel zu große Differenzierung der Berufsgruppen einerseits. Mit der Folge, dass die Absicherung für Menschen in vielen handwerklichen und sozialen Berufen unbezahlbar wird, während Akademiker Dumping-Preise bekommen.“

Andererseits führe eine immer detailliertere und schärfere Risikoprüfung dazu, dass Vorerkrankungen und als risikoerheblich eingestufte Freizeitaktivitäten den Versicherungsschutz einschränkten, oder ihn verteuern könnten. Helberg: „Ein früher Abschluss einer BU kann in beiden Problemfeldern helfen.“ Heißt: Auch Schüler, Auszubildende und Studenten sollten diese Möglichkeit ins Auge fassen.

Trotzdem ist die Bereitschaft, sich möglichst früh mit diesem Thema zu befassen, bei den jungen Leuten eher gering. „Ich warte, bis ich Geld verdiene, dann spare ich jetzt die Beiträge“, ist beispielsweise eine häufig vorgebrachte Argumentation gegen den Abschluss einer BU-Versicherung.

Man spart nichts, wenn man wartet

Das ist aber eine Rechnung, die nicht wirklich aufgeht, meint Versicherungsmakler Philip Wenzel und illustriert das anhand eines Zahlenbeispiels. „Ein 16-Jähriger Büroangestellter zahlt für eine BU-Versicherung jährlich rund 516 Euro. Bis zum 67. Lebensjahr muss er also insgesamt 26.334 Euro berappen.“

Würde er die BU-Versicherung fünf Jahre später abschließen, zahlte er etwa 582 Euro pro Jahr, was insgesamt eine Summe von 26.789 Euro ergebe. „Schiebe ich den Abschluss vor mir her, habe ich also kein Geld gespart“, so Wenzel. „Ich trage aber das Risiko, zwischenzeitlich zu erkranken, was mir den Abschluss erschweren könnte.“

Pfefferminzia HIGHNOON