Findet die finanziellen Entwicklungen der Versicherungsbranche fraglich: Grünen-Politiker Gerhard Schick. © dpa/picture alliance
  • Von Juliana Demski
  • 27.06.2018 um 10:06
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Die derzeitige Zinsflaute macht es nicht nur den Sparern schwer. Wie ein aktueller Evaluierungsbericht des Finanzministeriums zeigt, haben auch die deutschen Lebensversicherer große Probleme. Vielen von ihnen drohen demnach mittel- bis langfristig finanzielle Probleme.

34 der 87 deutschen Lebensversicherungen drohen „mittel- bis langfristig finanzielle Schwierigkeiten“. Das ist einem aktuellen Evaluierungsbericht des Bundesfinanzministeriums zu entnehmen, welcher der Bild-Zeitung vorliegt.

Die betroffenen Anbieter stehen laut Bild daher unter „intensiver Beobachtung“ durch die Finanzaufsicht Bafin. Welche Konzerne das sind, verrate die Regierung allerdings nicht.

Besonders stark schlugen bei den Versicherern die Vertriebskosten zu Buche, wie die Zeitung schreibt. Allein die Vergütungen für Versicherungsvermittler hätten 2017 bei 4,7 Milliarden Euro gelegen. Seit 2013 sei hier erst ein kleiner Rückgang von 5 Prozent zu beobachten. Im Bericht stehe dazu: „Trotz erster Erfolge bei der Senkung der Abschluss- und Vertriebskosten sind weitere Anstrengungen der Lebensversicherer erforderlich, die Kosten zu senken.“

In einem Interview mit der Bild-Zeitung sagte Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick dazu: „Die Überschüsse für die Versicherten schrumpfen merklich. Die Kosten und Gewinne der Versicherungsbranche dagegen sinken kaum. Da passt etwas nicht.“

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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