Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) spricht am 22. Mai 2017 im Bundesfinanzministerium in Berlin im Rahmen einer Pressekonferenz. © dpa/picture alliance
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  • 25.07.2017 um 09:56
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Für die Sparer ist das anhaltende Niedrigzinsumfeld katastrophal, für die verschuldeten Staaten des Euroraums indes ein Segen. Denn dank der niedrigen Zinsen haben sie seit 2008 rund eine Billion Euro gespart. Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble konnte sich dabei über 240 Milliarden Euro freuen.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Schuldenquoten in den staatlichen Haushalten der Euro-Länder seit 2008 zum Teil stark nach oben getrieben. Dank der niedrigen Zinsen im Euroraum sind die Zinslasten in den meisten Mitgliedsländern aber gesunken. Zu diesem Schluss kommen die Volkswirte der Deutschen Bundesbank im Monatsbericht für Juli.

„Läge die Durchschnittsverzinsung noch auf dem Vorkrisenniveau, wären für sich genommen die Zinsausgaben allein im vergangenen Jahr im Euroraum um 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) höher ausgefallen“, heißt es dort. Seit dem Jahr 2008 seien so Einsparungen in Höhe von fast einer Billion Euro oder knapp 9 Prozent der Wirtschaftsleistung im Euroraum zusammengekommen.

Auch Deutschland hat hiervon profitiert: „Gemessen am Stand des Vorkrisenjahres 2007 kam es zu einer Halbierung der Zinsausgaben“, heißt es im Monatsbericht. Allein im vergangenen Jahr habe die mit dem aktuellen Schuldenstand ermittelte, gesamtstaatliche Ersparnis demnach 47 Milliarden Euro betragen – das sind etwa 1,5 Prozent des deutschen BIP. Kumuliert erreichten die Zinsentlastungen nach 2007 eine Größenordnung von 240 Milliarden Euro. So die Bundesbanker.

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