Kaum noch Luft zum Atmen: Die Niedrigzinsen, die die Europäische Zentralbank um Präsident Mario Draghi verantwortet, zwingen die Versicherer zum Aufbau immer höherer Reserven. © dpa/picture alliance
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  • 02.08.2017 um 14:42
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Die Lebensversicherer haben derzeit einiges zu bewältigen: Niedrigzinsniveau, Zinszusatzreserve, Solvency II und die Digitalisierung – um nur einige Klopper zu nennen. Die Rating-Agentur Assekurata hat sich in ihrem alljährlichen Marktausblick angeschaut, wie die Versicherer klarkommen. Das Ergebnis lesen Sie hier.

Die Zinszusatzreserve und ihre Auswirkungen auf die Überschussbeteiligung

2016 haben die deutschen Lebensversicherer 13 Milliarden Euro in der Zinszusatzreserve (ZZR) hinterlegt – ein neuer Rekord. Der Bestand an ZZR liegt damit mittlerweile bei 45 Milliarden Euro.

Ohne Berücksichtigung der ZZR lag die durchschnittliche Garantieverzinsung laut Assekurata Ende 2016 bei 2,89 Prozent. Unter Hinzunahme der bereits zurückgestellten Beträge reduziert sich diese auf 2,32 Prozent.

Da die Versicherer die ZZR in den kommenden Jahren aber wohl weiter bestücken müssen – und zwar mit immer mehr Mitteln – rechnen die Analysten der Rating-Agentur damit, „dass künftig immer mehr Lebensversicherer nach Stellung der ZZR kein positives Kapitalanlageergebnis mehr darstellen können.“

Inzwischen gibt es schon die Diskussion darüber, wie lange die Versicherer diese Last überhaupt noch aushalten können und werden. „Unter den aktuellen Rahmenbedingungen werden die ZZR-Anforderungen in der Breite kaum vollständig zu stemmen sein“, sagt Lars Heermann. „Es ist daher dringend erforderlich, die Berechnungsmethodik der ZZR zu überdenken.“

Hier muss also der Gesetzgeber ran.

Das Niedrigzinsumfeld und Fondspolicen

Die recht stetige Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten wirkt sich laut Assekurata auch auf die Risikobereitschaft der Kunden aus. Diese steigt zaghaft. Und auch das Neugeschäft bei Fondspolicen nimmt seit 2013 wieder zu.

Quelle: Assekurata

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