An die steigende Lebenserwartung anpassen Schäuble spricht sich für höheres Rentenalter aus

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. © dpa/picture alliance

Finanzminister Wolfgang Schäuble plädiert dafür, dass die Deutschen später in Rente gehen. Konkret möchte er das Renteneintrittsalter sozusagen automatisch an die Lebenserwartung koppeln. Die Details gibt es hier.

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Die Deutschen werden immer älter. Für Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ergibt es daher Sinn, auch das Renteneintrittsalter weiter nach hinten zu verschieben. Er schlägt vor, Lebensarbeitszeit und Lebenserwartung in einen fast automatischen Zusammenhang auch in der Rentenformel zu bringen.

„Wir müssen uns auf die demografische Entwicklung vorbereiten, um die sozialen Sicherungssysteme zu stabilisieren“, so Schäuble. Da werde das größte Problem das Gesundheitssystem sein. Schon heute stiegen die Kosten hier rasend schnell. Dasselbe gelte für das Thema Pflege. Die Altersvorsorge und das Rentensystem könnten trotz der Niedrigzinsen gehalten werden, wenn das Drei-Säulen-Modell aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge erhalten bleibe.

Auch die Junge Union (JU) spricht sich für eine Anhebung des Renteneintrittsalters aus, berichtet der Spiegel. Ab 2030 soll es laut ihrem Vorschlag von 67 auf 70 Jahre schrittweise hochgehen.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles dagegen lehnt die Forderung nach einem höheren Renteneintrittsalter ab. „Das ist kein abgestimmter Vorschlag der Bundesregierung“, sagte eine Sprecherin ihres Ministeriums am Donnerstag in Berlin. „Das steht nicht zur Debatte.“

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