Altersvorsorge? Es ist nie zu spät! So viel Geld müssen 40-Jährige für die Rente zurücklegen

Mit den grauen Haaren kommen die Gedanken an die Altersvorsorge. Oft sind die Sparer dann bereits über 40 und haben entsprechend weniger Zeit vorzusorgen.
Mit den grauen Haaren kommen die Gedanken an die Altersvorsorge. Oft sind die Sparer dann bereits über 40 und haben entsprechend weniger Zeit vorzusorgen. © Panthermedia

Je früher wir mit dem Sparen anfangen, desto besser können wir fürs Alter vorsorgen – soweit die Theorie. In der Praxis läuft es allerdings oft anders, denn an die Rente denken wir meist erst spät. Das Problem dabei: Dann wird’s teuer. Wieviel wir sparen müssen, wenn wir erst mit 40 in die Altersvorsorge starten.

| , aktualisiert am 28.04.2015 18:16  Drucken
Wieviel ein 40-jähriger Sparer zurücklegen muss, um seine Rentenlücke zu schließen, hängt von der Rendite-Erwartung und vom Sparziel ab, schreibt die Zeitschrift Focus Money und rechnet vor – wobei das Beispiel sicherlich nicht der Ottonormalfall sein dürfte.

Herr Meier ist 40 Jahre alt und hat bis jetzt noch nichts zurückgelegt. Bis zur Rente kann er noch 27 Jahre sparen. Sein Sparziel: Neben der Rente monatlich 2.000 Euro zusätzlich haben.

Angenommen Herr Meier wird 97 Jahre alt, dann müsste er für 30 Jahre Rentenbezug sparen. Bei einer Inflationsrate von jährlich einem Prozent und 2,5 Prozent Zinsen auf seine Vermögensanlage bedeutet das eine monatliche Sparsumme von 1.827 Euro.

Bekommt Herr Meier 3 Prozent Zinsen, dann müsste er 1.177 Euro pro Monat zur Seite legen. Erhält er gar 4 Prozent Zinsen, sind es noch 976 Euro monatlich.

Viele Kunden wünschten sich jedoch, von den Zinsen ihrer Ersparnisse Leben zu können. Laut Focus Money sei das keine ratsame Strategie, da der Sparbetrag dann noch höher sei.

Wie Vorsorgesparer Ihr Geld anlegen sollten, hängt von fünf Faktoren ab, schreibt Focus Money weiter: Alter, Höhe des Einkommens, bereits vorhandenes Vermögen, Rendite-Erwartung und bei Riester-Verträgen die Zahl der Kinder.

Sinnvoll ist ein Mix verschiedener Sparformen. Bietet der Arbeitgeber die Möglichkeit zur betrieblichen Altersvorsorge, so bringt das den Vorteil eines geringeren zu versteuernden Einkommens und sinkender Sozialversicherungsbeiträge mit sich.

Sparer, die keine Angst vor einem gewissen Risiko haben, so die Zeitschrift weiter, könnten über Aktien und Fonds höhere Erträge erzielen. Die Riester-Rente ermöglicht Arbeitnehmern zudem ein staatlich gefördertes Sparen. Allerdings sollten diese die verschiedenen Riester-Produkte genau anschauen und durchrechnen.
Pfefferminzia HIGHNOON