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Aktuelle Studie zeigt Rentenkluft zwischen Männern und Frauen wird kleiner

Zwei ältere Frauen bewundern mit einer Betreuerin (links) aus einem Seniorenheim in Frankfurt (Oder) blühende Bäume.
Zwei ältere Frauen bewundern mit einer Betreuerin (links) aus einem Seniorenheim in Frankfurt (Oder) blühende Bäume. © dpa/picture alliance

Frauen in Deutschland bekommen nach wie vor deutlich weniger Rente als Männer. Aber: Der große Graben wird langsam kleiner. Der Grund für diese Entwicklung ist aber kein schöner. Das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

| , aktualisiert am 06.02.2017 11:24  Drucken

Männer in den alten Bundesländern erhielten 2014 im Schnitt monatlich 994 Euro Rente. Die Frauen müssen mit 418 Euro oder 42 Prozent weniger auskommen. Im Osten Deutschlands ist die Differenz zwischen den Geschlechtern, der sogenannte Gender Pension Gap kleiner. Da bekommen Männer im Schnitt 1.057 Euro Rente, Frauen 239 Euro oder 23 Prozent weniger.

Das zeigt eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung gefördert hat.

Für die in den Jahren 1966 bis 1970 Geborenen werde der Gender Pension Gap voraussichtlich um 15 Prozentpunkte kleiner sein als für die in den Jahren 1936 bis 1945 Geborenen, heißt es in der Untersuchung weiter.

„Der Gender Pension Gap wird weiterhin groß bleiben, auch wenn er im Trend sinkt“, sagt DIW-Verteilungsexperte Markus Grabka. „Die Angleichung ergibt sich allerdings vor allem aus geringeren Renten bei den Männern und weniger aus deutlich steigenden Renten bei Frauen.“

Warum gibt es überhaupt einen Unterschied zwischen den Geschlechtern, wenn es um die Höhe der Altersrente geht? Laut DIW liegt das unter anderem daran, dass Frauen im Allgemeinen eine geringere Erwerbsbeteiligung aufweisen, ihre Erwerbstätigkeit öfter aus familiären Gründen unterbrechen und dann häufiger in Teilzeit arbeiten. Sie seien zudem oft in Branchen tätig, in denen wenig bezahlt werde. Ältere Frauen seien außerdem oft schlechter ausgebildet als Männer. All dies führt zu niedrigeren Löhnen von Frauen, die sich dann wiederum in niedrigeren Rentenanwartschaften ausdrücken.

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