Das Logo der Allianz an einem Gebäude: Das US-Justizministerium ist an einer Untersuchung des Allianz-Vermögensverwalters AGI dran. © picture alliance / abaca | Niviere David/ABACAPRESS.COMD
  • Von Juliana Demski
  • 03.08.2021 um 14:34
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Derzeit läuft ein Untersuchungsverfahren des US-Justizministeriums gegen den Allianz-Vermögensverwalter Allianz Global Investors. Investoren hatten vermehrt Klagen wegen coronabedingter Verluste eingereicht – infolgedessen ist die Allianz-Aktie zwischenzeitlich deutlich abgesackt.

Die Fondstochter der Allianz, Allianz Global Investors, und weitere Unternehmen der Allianz Gruppe sehen sich aktuell mit mehren Klagen vor US-Gerichten, einer Untersuchung der amerikanischen Wertpapieraufsicht SEC und nun auch der US-Justizministerium konfrontiert. Das teilte der Versicherer am Sonntag mit. Der Grund: Mehrere Investoren werfen dem Vermögensverwalter im Rahmen seiner Structured Alpha Fonds coronabedingte Verluste in Milliardenhöhe vor. Der Streitwert beläuft sich mittlerweile auf rund 6 Milliarden Euro, schreibt die „F.A.Z“.

Wie der „Spiegel“ berichtet, gehören zu den Klägern unter anderem die New Yorker Metro, der Lehrer-Pensionsfonds im Bundesstaat Arkansas und die Gewerkschaft Teamsters. Sie werfen der Allianz-Tochter unter anderem vor, nicht angemessen auf die Marktentwicklung zu Anfang der Corona-Pandemie reagiert zu haben. Dieses Nichthandeln habe dann zu den hohen Verlusten der Investoren geführt.

Die Nachricht der Untersuchungen hatte auch Folgen an der Börse: Die Allianz-Aktie rauschte um 7 Prozent auf 194 Euro ab. Damit lag sie so tief wie seit Januar 2021 nicht mehr. Inzwischen hat sich der Kurs aber wieder stabilisiert.

„Die Allianz kooperiert vollumfänglich mit der SEC und dem Department of Justice bei deren Ermittlungen und hat umgehend eine eigene Überprüfung der Angelegenheit eingeleitet“, heißt es in der Pressemitteilung der Allianz weiter. Der Vorstand der Allianz SE sieht nun ein relevantes Risiko, dass die mit den Structured Alpha Fonds verbundenen Angelegenheiten erhebliche Auswirkungen auf künftige Finanzergebnisse der Allianz Gruppe haben könnten. Es ist jedoch derzeit weder möglich, den Ausgang der Untersuchungen der SEC und des DOJ sowie der anhängigen Gerichtsverfahren vorherzusagen, noch den entsprechenden Zeitpunkt dafür einzuschätzen. Insbesondere ist es nicht möglich, die konkreten finanziellen Auswirkungen, einschließlich möglicher Strafzahlungen, zuverlässig abzuschätzen. Daher wurde derzeit keine Rückstellung gebildet“, schreibt die Allianz weiter.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist seit 2021 Junior-Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört sie seit 2016 an.

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