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Ärztliches Attest für die BU Warum es sich lohnt, die Patientenakte aufzuräumen

Versicherungsmakler Tobias Bierl
Versicherungsmakler Tobias Bierl © privat

Ein 18-Jähriger will eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen – sollte in diesem Alter ja kein Problem sein, oder? Weit gefehlt. „Von direkter Ablehnung, 75 Prozent Risikozuschlag bis zu einer normalen Annahme war alles dabei“, berichten die Versicherungsmakler Tobias und Stefan Bierl in ihrem Blog. Dass es mit dem Vertrag überhaupt klappte, war einer sauber aufbereiteten Gesundheitshistorie zu verdanken – die zunächst alles andere als sauber daherkam.

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Der junge Neukunde, über den die Brüder Bierl in ihrer aktuellen Blog-Ausgabe berichten, war zwar noch Schüler, aber das war nicht das Problem. Hier gebe es mittlerweile sehr gute Lösungen, schreiben die Makler – Stichwort Schüler-Berufsunfähigkeitsversicherung.

Durchaus problematisch war es aber, dass die Gesundheitsakte des Schülers, nun ja, recht „unaufgeräumt“ daherkam. Zunächst deutete aber darauf gar nichts hin. „Ihr Sohn sei sehr gesund, nur ab und zu halt beim Arzt. Das Herz wird jedes Jahr einmal gecheckt beim Kardiologen, sonst nur Einlagenverschreibung zwecks des Wachstums“, werden die Eltern des Jungen beziehungsweise des Buben, wie es im süddeutschen Raum heißt, zitiert.

Beim Blick in die sicherheitshalber vom Hausarzt angeforderte Patientenakte habe sich allerdings gezeigt: Die geschilderte Realität der Eltern stimmte mit der Wahrheit nicht überein – jedenfalls nicht mit der Wahrheit, die aus der Patientenakte spricht.

So fanden die Makler unter anderem Folgendes vor: „Es steht regelmäßig eine Diagnose drin, die auch immer abgerechnet wird, obwohl man deswegen gar nicht beim Arzt gewesen ist.“ Das sei ein „großer Stolperstein für die passende BU-Versicherung“, geben die Bierl-Brüder zu bedenken.

Mit einem aktuellen ärztlichen Attest wieder auf BU-Kurs

Offenbar erscheint der Junge auf dem Papier kränker als es der Tatsache entspricht. Beispiel Medikamentenunverträglichkeit hinsichtlich Penicillin: „Im Jahr 2002 war der Bub wirklich noch ein kleiner Bub mit 2 Jahren. Da gab es zurecht eine Diagnose. Diese taucht 16 Jahre später immer noch regelmäßig in der Patientenakte auf. Äh ja…?“, rätseln die Makler.

Eine mögliche Erklärung: „Hausärzte haben es oft nicht einfach und versuchen so evtl. ihre Abrechnung etwas zu optimieren.“ Das Nachsehen haben die BU-Anwärter. Für Patienten, die sich um eine biometrische Absicherung oder auch um eine private Krankenversicherung bemühten, sei solch ein Vorgehen sehr problematisch.

Doch die Makler wissen sich zu helfen: Sie fordern sowohl bei der Hausärztin als auch beim Kardiologen ein aktuelles ärztliches Attest für die BU an. Daraus geht schließlich hervor, dass der 18-Jährige nur wegen „kleiner banaler Erkrankungen“ behandelt worden sei, womit zwar nicht alle Diagnosen komplett verschwunden seien, „aber zumindest stark entkräftet“.

„Extrem viel Arbeit für alle Beteiligten“

Nachdem nun die Gesundheitshistorie „sauber aufbereitet und korrigiert wurde“, war also der Weg frei für eine Risikovoranfrage bei vier Gesellschaften, „die noch wirklich individuell prüfen“, wie es heißt. Das Ergebnis stellte sich dann als „relativ überraschend“ heraus, wissen die Bierls zu berichten: „Von direkter Ablehnung, 75 Prozent Risikozuschlag bis zu einer normalen Annahme war alles dabei.“

Am Ende war‘s „extrem viel Arbeit für alle Beteiligten“, so das Fazit der Makler, doch dafür passe dann alles für die „maßgeschneiderte Berufsunfähigkeitsversicherung“.

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