Infinus: Vier Insolvenzanträge eingereicht

Die Staatsanwaltschaft wirft Infinus Betrug sowie Veruntreuung von Anlegergeld vor. (Foto:Robert Michael)

Die Staatsanwaltschaft wirft Infinus Betrug sowie Veruntreuung von Anlegergeld vor. (Foto:Robert Michael)

Die Auswirkungen des Untersuchungsverfahrens gegen Infinus werden immer größer. Schon vier Unternehmen haben Insolvenz angemeldet.

Die Dresdner Emissionshäuser Prosavus und Future Business (Fubus) haben Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt. Da im Ermittlungsverfahren gegen den Finanzdienstleister alle Vermögenswerte und Geschäftskonten beschlagnahmt worden sind, können die Gesellschaften nicht mehr ordentlich weiterführen werden, hieß es in Pressemitteilungen.

Im Interesse aller Anleger habe man daher den Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht Dresden eingereicht. Damit haben insgesamt vier Unternehmen der Dresdner Infinus-Gruppe Anträge auf Insolvenz gestellt. Neben Prosavus und Fubus sind das auch MAS Finanz und MAS Vermögensverwaltungs GmbH. Das bestätigte Amtsgerichtssprecherin Birgit Keeve gegenüber dem Nachrichtenportal DNN.

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Kommentare

Ein Beitrag zu “Infinus: Vier Insolvenzanträge eingereicht

  1. Was ich an diesen immer wiederkehrenden Skandalen a la S&K, SüdFinanz und nun Infinus nicht verstehe, ist, weshalb es hier keine strengeren Kontrollmechanismen gibt!?
    Am Ende ist dann immer der Kunde der Dumme und der Berater der Betrüger. Dabei ist es schlicht unmöglich als Privatmann, und das sind auch die meisten Berater, eine Firma und deren Produkte selbst auf Herz und Nieren zu prüfen!

    Am Ende lautet der Vorwurf dann stets: “Das war ja klar, denn wer soviel Rendite und/oder Provisionen verspricht, der muss ein Gauner sein!” während andererseits niemand den Vorstand einer Bank, die von Eigenkapitalrenditen von 20% und mehr spricht und ihren Vorständen Millionengehälter bezahlt, einen Gauner schimpfen würde!

    Hier ist der Gesetzgeber, die Politik, der Staat gefragt. Jeder anständige Berater, der sich auf der Suche nach Lösungen für seine Kunden befindet, sollte einfach davon ausgehen können, dass Firmen mit entsprechenden Zulassungen und einem entsprechenden Auftritt in der Öffentlichkeit, geprüft bzw. überwacht sind. Statt dessen schmückt man sich teilweise sogar mit solchen Gaunern und Unternehmen oder hofiert und ehrt diese. Nebenbei kassiert man von Beratern und Kunden Steuern auf deren Tätigkeit und Erträge, nur um diese dann später mit der Pleite am Hals auch noch als Betrüger und gierige Dummköpfe zu bezeichnen!

    Aber was kann man von einer Politik erwarten, die in sämtlichen öffentlichen Bauvorhaben stets völlig daneben liegt und sich mit einer Treuhand selbst derart hat ver….. lassen!?

    Auch wenn dies nichts direkt mit dem Thema zu tun hat. Aber die nächste Revolution die ich mir wünschen würde, wäre, wie einst die Trennung von Kirche und Staat, die Trennung von Wirtschaft und Staat! Der Staat sollte wieder und ausschließlich die Vertretung der Interessen des Volkes sein und nicht, wie allenthalben deutlich zu erkennen, der Wirtschaft. Diese hat sich wiederum dem dann unterzuordnen, denn letztlich funktioniert alles einzig auf der Grundlage einer zufriedenen Bevölkerung:
    Wie viele Millionäre und Milliardäre entstehen wohl auf dem Rücken des Volkes? Und wie viele auf dem Rücken anderer Millionäre?

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