Immobilien-Finanzierung Steuer-Stress bei Wohn-Riester?

Baustelle: Kommt für Hauseigentümer im Alter das Steuer-Erwachen? © dpa/picture alliance

Die vergangenen Quartale legte die Zahl der verkauften Wohn-Riester-Verträge stetig zu. Damit ist Wohn-Riester derzeit die erfolgreichste Form des staatlich geförderten Produkts. Aber das Produkt hat auch Nachteile.

Einer dieser Nachteile ist die nachgelagerte Besteuerung, auf die Bausparberater kaum hinweisen würden, schreibt Nadine Oberhuber, Redakteurin der F.A.Z. Die Förderung muss später im Alter also versteuert werden.

Oberhuber führt dazu auch gleich ein Beispiel auf: Ein 37-jähriger Sparer zahlt bis 67 mit Wohn-Riester eine Eigentumswohnung ab. Die maximale Förderung liegt pro Jahr bei 2.100 Euro. „Genau diese gewährte Förderung summiert der Staat Jahr für Jahr auf einem fiktiven Wohnförderkonto auf – und verzinst sie noch mit 2 Prozent pro Jahr. Er merkt sich also, was er dem Sparer geliehen hat und holt sich später einen Teil davon zurück“, schreibt Oberhuber weiter.

Auf diesem Förderkonto liegen nach 30 Jahren also 86.000 Euro. Ein Normalrentner mit 27 Prozent Steuersatz müsse also 23.000 Euro Steuern zahlen. Wenn er die Summe auf einen Schlag bezahlt gibt es 30 Prozent Nachlass vom Staat.

Zusätzlich zu diesem Steuerproblem gebe es das der mageren Konditionen. Die Zinssätze der  Bausparkassen liegen beim Wohn-Riester derzeit bei 0,1 bis 0,5 Prozent Guthabenzins.
Forscher rechnen aus: Rente mit 73 könnte Realität werden
Forscher rechnen aus Rente mit 73 könnte Realität werden

Um ein stabiles Rentenniveau in der Gesetzlichen Rente zu gewährleisten, müssen die Deutschen länger arbeiten, wenn sie höhere Beiträge vermeiden wollen. Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat mal ausgerechnet, wie lange. mehr...

Vorsorgetarife im Test: Welche Pflege-Bahr-Angebote überzeugen
Vorsorgetarife im Test Welche Pflege-Bahr-Angebote überzeugen

Seit drei Jahren gibt es Pflegeversicherungen mit staatlichem Zuschuss, auch Pflege-Bahr genannt. Ein aktueller Test zeigt nun, welche Tarife 2016 das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Wer für den Pflegefall vorsorgen will, kann zwischen zwei Formen des Pflege-Bahrs wählen. In Kombination mit einem ungeförderten Vertrag sind höhere Leistungen möglich. mehr...

Bargeld oder Sparbuch: Die Antwort der Deutschen auf niedrige Zinsen
Bargeld oder Sparbuch Die Antwort der Deutschen auf niedrige Zinsen

Die Deutschen sparen wieder mehr – im Schnitt 119 Euro im Monat. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte betrifft die Anlagestrategie, die Sparer dabei wählen. Sie verheißt für die Zukunft nichts Gutes. mehr...

Neu: WhatsApp-Service
© by WhatsBroadcast