- Von Redaktion
- 28.08.2025 um 15:23
Der Markt für die Arbeitskraftabsicherung präsentiert sich 2025 als ausgesprochen dynamisch: Nach einem temporären Rückgang erholt sich das Neugeschäft deutlich, während sich die Tariflandschaft durch innovative Bausteine weiter differenziert.
Das geht etwa aus einem aktuellen Rating des Analysehauses Morgen & Morgen hervor. Danach hat das Geschäft mit Berufsunfähigkeitsversicherungen deutlich zugelegt. Die Analysten stellten bei 61 BU-Versicherern fest, dass das Neugeschäft im Schnitt um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegte. Es ist die Gegenbewegung zu einem davor spürbaren Rückgang. Mit 14,3 Millionen BU-Versicherungen blieb der Bestand in etwa stabil.

Die Lieblingsversicherer der Makler in der Arbeitskraftabsicherung
BU-Versicherung 2025: Geschäft erholt sich, Tarife bleiben stark
Insgesamt lässt sich im Rahmen des „M&M Rating Berufsunfähigkeit“ feststellen, dass der Markt kleinteiliger wird. Einzelne Tarifbausteine kommen noch differenzierter daher. Doch das sehen die Analysten nicht unbedingt als schlecht an. Vielmehr ermögliche das „neue, hochwertige Tarifkombinationen, insbesondere im Fünf-Sterne-Segment“. Die Zahl der bewerteten Tarife in der BU-Versicherung stieg von 612 auf 639.
Der aktuelle Jahrgang der BU-Versicherung ist ein guter Jahrgang. Denn von diesen 639 getesteten Tarifen erreichten 537 die Top-Bewertung von fünf Sternen. Das sind 45 mehr als im Jahr davor. Vier Sterne schafften 24 Tarife, 2024 waren es noch 33. Über das Niveau der Bedingungen zeigen sich die Analysten entzückt. Hier finden Sie drei Beispiele dafür.
Zudem macht Morgen & Morgen einen interessanten, wenn auch nicht ganz neuen, Trend bei den Zielgruppen aus. Denn die Versicherungen bieten zunehmend Leistungen für Schüler, Auszubildende und Berufseinsteiger an. So setzt beispielsweise die Helvetia bei ihrer Schüler-BU auf einen fondsgebundenen Ansatz. Der Renditemotor etwa über ETFs kann dann die Beiträge senken helfen. Das geht aber mit dem Mindestanspruch einher, dass sich diese Kunden flexibel nachversichern und ihren Schutz erhöhen können. Schließlich verändert sich in jungen Jahren beruflich noch eine ganze Menge.
Daneben gibt es aber noch weitere Neuerungen: der Verzicht auf die Umorganisationsprüfung für Selbstständige und der Verzicht auf konkrete Verweisung. Wie kommen diese Themen bei Maklern an? Das hat das Fachmagazin „Asscompact“ im Rahmen der Studie „BU/Arbeitskraftabsicherung 2025“ Versicherungsmakler gefragt. Ergebnis: 83 Prozent sehen den Verzicht auf die Umorganisationsprüfung als Verbesserung – besonders relevant bei Selbstständigen und Freiberuflern, die bisher kaum Zugang zu schützenden BU‑Tarifen hatten. Für 71 Prozent ist auch der Verzicht auf die konkrete Verweisung ein bedeutsames Auswahlkriterium.
Andere Anbieter statten ihre BU-Policen mit umfangreichen Assistance-Leistungen aus, für Familien etwa die Organisation einer Kinderbetreuung oder Haushaltshilfe bei Krankheit oder Unfall.
Fazit: Für Makler bietet der AKS-Markt 2025 also gute Perspektiven. Das gestiegene Neugeschäft – insbesondere bei jungen Zielgruppen – eröffnet Beratungschancen bei höherer Abschlusshäufigkeit. Neue Tarifbausteine wie Karrieregarantien, lange Nachversicherung und Krebsklauseln sorgen für Beratungsmomente und Cross-Selling-Potenziale.

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