Studie

Jüngere Sparer legen Wert auf nachhaltige Kapitalanlagen

Vor allem die jüngere Generation legt Wert auf Kapitalanlagen. Fast der Hälfte der 16- bis 25-Jährigen sind die Kriterien Umwelt, Soziales und Governance beim Sparen wichtig, zeigt eine aktuelle Umfrage.
© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Britta Pedersen
Eine junge Frau bei einer Demonstration der „Fridays for Future“-Bewegung: Gerade der jüngeren Generation ist eine nachhaltige Kapitalanlage wichtig.

Nur ein Fünftel der privaten Investoren hat bislang Erfahrungen mit nachhaltigen Kapitalanlagen gemacht. Für 37 Prozent spielen die Nachhaltigkeitsfaktoren Umwelt, Soziales und Governance bislang keine Rolle. Was aber auch daran liegen kann, dass ein gleich großer Anteil (37 Prozent) überhaupt noch keine Anlagen vorgenommen hat. Das hat eine Umfrage von 3.066 Personen im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) ergeben.

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Das starke Wachstum nachhaltiger Kapitalanlagen liegt also eher an dem steigenden Interesse institutioneller Investoren an dem Thema. „In Anbetracht der Wachstumsraten, die solche Kapitalanlagen in institutionellen Kreisen erfahren, wird das vorerst noch so bleiben. Impulse für mehr private Investitionen könnten allerdings von jüngeren Anlegerschichten kommen“, stellt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern fest.

Vor allem in den Altersgruppen der unter 35-Jährigen haben mehr als 30 Prozent schon einmal ihr Geld nachhaltig angelegt. Ab Mitte 50 tritt die umgekehrte Tendenz ein. Diese Jahrgänge sind nur stark unterdurchschnittlich mit Nachhaltigkeitskriterien bei der Kapitalanlage beschäftigt gewesen.

Nachhaltigkeit spielt wachsende Rolle

Bei künftigen Anlageentscheidungen werden Nachhaltigkeitskriterien allerdings eine wachsende Rolle spielen. Ein Drittel der Befragten will bei Geldanlagen in den nächsten zwölf Monaten diese Kriterien mit als Maßstab anlegen. Damit ist diese Gruppe zwar noch in der Minderheit, im Vergleich zur Vergangenheit aber schon deutlich größer. Vor allem unter den Jüngeren findet sich eine starke Fraktion, die sich für deren Einsatz ausspricht. Unter den 16- bis 25-Jährigen ist es mit 46,9 Prozent nahezu die Hälfte, verglichen mit 32 Prozent unter allen Befragten.

„Nachhaltige Anlagen dürften demnach vor allem unter jüngeren Menschen Interesse finden. Angesichts der von Jüngeren getragenen Protestbewegung gegen die aktuelle Klimapolitik verwundert dies nicht. Die Forderungen der jungen Generation nach einem anderen Umgang mit den natürlichen Ressourcen färben demnach auch auf deren Haltung in der Kapitalanlage ab“, so Morgenstern.

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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