Viele Versicherungsmakler investieren heute deutlich mehr Zeit in Social Media als noch vor ein paar Jahren. Es wird gepostet, kommentiert, gefilmt, ausprobiert. Und trotzdem bleibt bei vielen das Gefühl: Dafür kommt eigentlich zu wenig zurück.
Aus unserer Sicht selten daran, dass zu wenig gemacht wird. Viel häufiger liegt das Problem beim falschen Fokus.
Ein zentraler Denkfehler ist, dass viele ihre Rolle als Social-Media-Konsument nicht sauber von ihrer Rolle als Akteur trennen. Wer selbst permanent in der Bubble von Versicherungsmaklern unterwegs ist, sieht vor allem Inhalte, die in der Branche gut funktionieren: fachliche Einschätzungen, Produktthemen, Diskussionen über BU, PKV oder bAV. Schnell entsteht der Eindruck: Genau so muss guter Content aussehen.
Kein Endkunde dieser Welt hat Versicherungen als Hobby. Kaum jemand bekommt tiefe fachliche Inhalte zu Berufsunfähigkeitsversicherung oder Tarifdetails in den Feed gespült, nur weil sie fachlich korrekt und gut gemeint sind. Solche Beiträge werden häufig eher den Menschen angezeigt, die sich ohnehin schon intensiv mit dem Thema beschäftigen. Und das sind oft Kollegen.
Relevant wird Content erst dann, wenn er an echte Lebensrealitäten andockt. Wenn also nicht das Produkt im Mittelpunkt steht, sondern die Frage, die Menschen wirklich beschäftigt. Bei Müttern kann das zum Beispiel das Thema Teilzeit sein. Bei Selbstständigen die Sorge, was passiert, wenn das Einkommen plötzlich wegbricht. Genau dort entsteht Aufmerksamkeit.
Viele erleben, dass persönliche Inhalte plötzlich deutlich mehr Likes bekommen. Ein Urlaubsbild, ein Einblick ins Wochenende, ein privater Moment. Und wenn Likes gut für den Algorithmus sind, denkst du vielleicht: „Okay, dann man ich nur noch das!“
Das ist aber auch keine gute Idee. Denn Menschen, die dich noch nicht kennen, aber dich als Vermittler in Erwägung ziehen sollen, können deine Dienstleistung nicht besser einschätzen, nur weil sie wissen, wo du im Sommerurlaub warst. Persönliche Inhalte können Nähe schaffen. Sie sind aber kein Ersatz für ein klares Profil und Content mit Bezug zu deiner Arbeit.
Gleichzeitig sehen wir oft das umgekehrte Problem: Profile sind fachlich ordentlich aufgebaut, erklären Leistungen und sprechen Zielgruppen an, aber die Person dahinter bleibt unsichtbar. Auch das ist im Versicherungsbereich ungünstig. Versicherungen sind Vertrauenssache.
Und Vertrauen entsteht nicht zu Info-Grafiken oder Prospekt-Fotos, sondern zu Menschen, von denen wir echte Einblicke bekommen.
Trotzdem halten sich in der Branche viele Mythen über Social Media sehr hartnäckig. Aussagen, die logisch klingen, aber in der Praxis oft eher bremsen als helfen.
Genau diese Gerüchte schauen wir uns in unserem Webinar am 4. Mai genauer an: „10 Social-Media-Gerüchte entlarvt – Was Vermittler über Reichweite, Sichtbarkeit und Content wirklich wissen müssen.“ Hier kannst du dich anmelden. Denn manchmal liegt das eigentliche Problem nicht darin, dass du zu wenig machst. Sondern dass du noch nicht das Richtige tust.
Nadja Smeilus und Patrick Hamacher sind Teil der Biomex GmbH und unterstützen Vermittlerinnen und Vermittler dabei, sich auf Social Media sichtbar, professionell und authentisch zu positionieren. Mit der „Social Media Maklerclass“ haben sie einen Videokurs entwickelt, der praxisnah zeigt, wie Vermittler Reichweite aufbauen, Vertrauen schaffen und Kunden gewinnen – auch ohne Kamera-Erfahrung oder Marketingstudium.
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