Die schlimmen Brände in Los Angeles, USA, zeigten vor allem eines: eine Versicherungskrise. Zu diesem Ergebnis kommt Ben Carey-Evans, Senior-Versicherungsanalyst bei Global Data. Schätzungen – etwa von Wells Fargo und Goldman Sachs – gingen von einem Schaden von bis zu 30 Milliarden US-Dollar aus. Gleichzeitig gebe es eine hohe Unzufriedenheit mit der Reaktion der US-Versicherer, berichtet Carey-Evans.
Eine Lösung des Problems sieht Carey-Evans in staatlicher Unterstützung. „Die US-Regierung könnte die Versicherer in Hoch-Risiko-Gebieten dazu zwingen, weiter Deckung anzubieten. Dann aber die Prämien bezuschussen. So würde der Staat das Risiko mit den Versicherern teilen, um Gebäude in Hoch-Risiko-Gebieten weiter versicherbar zu halten.“
Der Versicherungsanalyst schiebt noch einen allgemeinen Appell an die Versicherer hinterher. „Es ist offensichtlich, dass Extremwetterereignisse Menschen überall auf der Welt zunehmen treffen. Für die Versicherer ist das schädlich. Zum einen, weil sie immer höhere Summen auszahlen müssen. Zum anderen, weil es ihrem Image schadet, wenn es den Anschein hat, dass sie Schäden nicht schnell regulieren. Es ist daher sehr wichtig, dass die Versicherer eine aktive Rolle in der Bekämpfung des Klimawandels einnehmen.“
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