Die blauen Kennzeichen für Mofas, Mopeds und E-Scooter verlieren Ende Februar ihre Gültigkeit. Versicherte müssen sie durch grüne Plaketten ersetzen. Die neuen Kennzeichen erhalten sie direkt bei ihren KFZ-Versicherern, erklärt der Versichererverband GDV.
Der Grund für den jährlichen Farbwechsel zum 1. März leuchtet ein: Polizei und Ordnungsamt können dadurch auf den ersten Blick erkennen, ob der Versicherungsschutz noch aktuell ist.
Anders als Autos müssen Besitzer von Mofas, Mopeds und E-Scooter sie nicht bei einer Zulassungsstelle anmelden. Eine Betriebserlaubnis und ein gültiges Versicherungskennzeichen beziehungsweise eine Versicherungsplakette reichen aus.
Die folgenden Fahrzeuge benötigen ein klassisches Versicherungskennzeichen mit den Maßen 13,0 x 10,1 Zentimetern:
E-Scooter oder Segways, die unter die am 15. Juni 2019 in Kraft getretene Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung fallen, benötigen eine Versicherungsplakette mit den Maßen 6,7 x 5,5 Zentimetern.
„Wer im März weiter mit alten blauen Kennzeichen fährt, macht sich strafbar und ist nicht versichert“, warnt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Der Versicherte müsste in diesem Fall also einen Unfallschaden komplett aus eigener Tasche bezahlen – inklusive möglicher Schadenersatzforderungen der Unfallopfer.
Versicherte haben mit insgesamt 2,9 Millionen Fahrzeugen mit Plakette im Jahr 2023 rund 21.300 Haftpflichtschäden verursacht. Die Leistungen der KFZ-Haftpflichtversicherer stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund 17 Prozent auf 99 Millionen Euro. Insbesondere höhere Entschädigungszahlungen sind der Grund dafür. Denn für einen Schaden zahlten die Versicherer im Schnitt mehr als 4.600 Euro (+15 Prozent).
Auch Diebstähle kommen öfters vor. Im Jahr 2023 haben Kriminelle mehr als 10.000 kaskoversicherte Fahrzeuge mit Versicherungskennzeichen gestohlen (+ 46 Prozent), der Großteil davon E-Scooter (6.850).
Im Vergleich zu anderen Fahrzeugklassen verschwinden E-Scooter deutlich häufiger: Von 10.000 dieser Fahrzeuge wurden 277 geklaut. Bei Autos lag die Diebstahlquote hingegen bei nur 4 von 10.000, heißt es vom GDV.
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