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Wie sieht die neue Förderung im Altersvorsorgedepot aus, wann lohnt sich noch Riester? Diese und weitere Fragen beantworten wir im neuen eMagazin. Darin enthalten: der Link zu unserem Roundtable mit konkreten Handlungsempfehlungen für Maklerinnen und Makler.
Gesundheit wurde lange Zeit vor allem als individuelles Thema der Mitarbeitenden betrachtet. Doch diese Sichtweise verändert sich.
Was sich im Gesundheitssystem verändert, bleibt nicht ohne Folgen für Unternehmen. Denn längere Wartezeiten, verzögerte Diagnosen und erschwerte Zugänge zu Fachärzten wirken sich unmittelbar auf Fehlzeiten, Produktivität und Mitarbeiterbindung aus.
Jede Verzögerung im Gesundheitssystem kann zu einer Verzögerung im Arbeitsprozess werden.
Für Arbeitgeber bedeutet das: Die Gesundheit der Beschäftigten wird zunehmend zu einer strategischen Aufgabe. Es geht nicht mehr nur darum, Fachkräfte zu gewinnen – sondern darum, sie langfristig gesund und leistungsfähig im Unternehmen zu halten.
Die Politik spricht von der Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Für viele Versicherte dürfte sich die Realität jedoch anders anfühlen: noch höhere Eigenbeteiligungen, steigende Zuzahlungen, mögliche Leistungseinschränkungen und vor allem immer längere Wartezeiten für dringend benötigte Facharzttermine oder weiterführende Diagnostik.
Die finanzielle Stabilisierung des Systems droht damit zunehmend zulasten der Versorgungsrealität zu gehen.
Ich bin überzeugt: Die Auswirkungen dieser Entwicklung werden wir nicht zuerst in den Haushaltszahlen der Krankenkassen sehen, sondern im Alltag der Menschen – und zunehmend auch in den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen der Unternehmen.
Wer wochen- oder sogar monatelang auf einen Facharzttermin, eine MRT-Untersuchung oder eine notwendige Weiterbehandlung warten muss, erlebt die Folgen unmittelbar. Gesundheitliche Probleme verschwinden nicht, weil ein Termin erst später verfügbar ist. Im Gegenteil: Verzögerte Diagnosen und verspätete Behandlungen können Krankheitsverläufe verlängern und damit auch die Ausfallzeiten im Unternehmen erhöhen.
Die eigentliche Herausforderung ist nicht nur, was Gesundheitsversorgung kostet – sondern wie schnell Menschen die richtige Hilfe erhalten.
Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) zählt bereits heute zu den beliebtesten Arbeitgeberleistungen. Nicht ohne Grund gehört sie laut aktuellen Studien inzwischen zu den drei wichtigsten Benefits, die Beschäftigte von ihrem Arbeitgeber erwarten.
Doch die bKV ist weit mehr als ein Instrument zur Mitarbeitergewinnung oder Arbeitgeberbindung.
Sie entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Bestandteil moderner Gesundheitsvorsorge. Denn sie setzt genau dort an, wo die Herausforderungen größer werden: beim Zugang zu medizinischer Versorgung.
Schnellere Facharzttermine, digitale medizinische Beratung, moderne Vorsorgeleistungen und Unterstützungsangebote für die mentale Gesundheit schaffen einen konkreten Mehrwert für Mitarbeitende.
Gesundheit entscheidet sich heute nicht nur über Leistungen – sondern über Verfügbarkeit und Zugang.
Gerade dieser Zugang wird für Beschäftigte künftig immer wichtiger. Denn eine Gesundheitsleistung ist nur dann wertvoll, wenn sie im entscheidenden Moment auch erreichbar ist.
Personalverantwortliche stehen heute vor einer neuen Herausforderung: Sie müssen nicht nur Fachkräfte gewinnen, sondern auch gesund im Unternehmen halten.
Wer Wartezeiten verkürzt, verkürzt häufig auch Fehlzeiten.
Schnellere Diagnosen, frühere Therapien und niedrigschwellige Gesundheitsangebote können dazu beitragen, Krankheitsverläufe zu verkürzen und Beschäftigte schneller zurück an den Arbeitsplatz zu bringen.
Gleichzeitig stärkt eine moderne Gesundheitsversorgung die Arbeitgeberattraktivität. In Zeiten des Fachkräftemangels achten Mitarbeitende zunehmend darauf, welchen Stellenwert Gesundheit im Unternehmen tatsächlich besitzt.
Ein weiterer Vorteil: Arbeitgeber können eine betriebliche Krankenversicherung steuer- und sozialversicherungsfrei finanzieren und damit allen Beschäftigten einen Zugang zu zusätzlichen Gesundheitsleistungen ermöglichen.
Die aktuellen Entwicklungen im Gesundheitssystem zeigen: Die Anforderungen an moderne Gesundheitsversorgung verändern sich.
Ich bin überzeugt: Die betriebliche Krankenversicherung wird sich in den kommenden Jahren von einem geschätzten Mitarbeiter-Benefit zu einer bedeutenden Säule der Gesundheitsvorsorge entwickeln. Nicht als Ersatz der gesetzlichen Krankenversicherung, sondern als ihre notwendige Ergänzung.
Für Unternehmen bedeutet das die Chance, Verantwortung zu übernehmen, die Gesundheit aller Mitarbeitenden nachhaltig zu stärken und gleichzeitig einen messbaren Beitrag zu Mitarbeiterbindung, Arbeitgeberattraktivität und wirtschaftlichem Erfolg zu leisten.
Senator h.c. Marco Scherbaum ist bKV-Makler, Geschäftsführer der Health for Al GmbH & Co. KG, Europäischer Wirtschaftssenator und Aufsichtsrat des Europäischen Wirtschaftssenats, Vorsitzender der Gesundheitskommission (European Economic Senate) sowie Keynote-Speaker und Fachbuchautor.
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