Marco Scherbaum im Bundestag

Der lange Weg der Initiative Sachbezugsreform und die bKV

Unternehmen brauchen verlässliche und einfache Rahmenbedingungen, um in Gesundheit und Mitarbeiterbindung investieren zu können. Genau hier setzt die Debatte um die Reform der Sachbezugsregelung und die Stärkung der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) an.
Politiker vor dem Deutschen Bundestag mit Bundesadler-Emblem.
© HFA
Marco Scherbaum ist Experte und Spezialmakler für die betriebliche Krankenversicherung (bKV).

Bereits im Jahr 2024 erhielt bKV-Spezialmakler und Wirtschaftssenator Marco Scherbaum eine persönliche Einladung des damaligen Bundesfinanzministers Christian Lindner (FDP) zu einem Fachgespräch im Bundesministerium der Finanzen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Sachbezugsregelung weiterentwickelt und die betriebliche Krankenversicherung (bKV) als Instrument der Gesundheitsförderung gestärkt werden kann.

Wir berichteten damals über die Vorschläge und Anregungen, die Scherbaum aus der Praxis in die politische Diskussion eingebracht hatte. Nun interessiert uns: Wie hat sich die Debatte seitdem entwickelt?

Sachbezugsregelung im Fokus

Die Antwort führt wieder nach Berlin – diesmal in den Deutschen Bundestag. Am 20. Mai 2026 folgte Senator h.c. Marco Scherbaum der Einladung des Bundestagsabgeordneten Tobias Winkler zu einem Arbeitsgespräch im Bundestag zwischen Vertretern aus Wirtschaft und Politik in Berlin. In einer Zeit schwachen Wirtschaftswachstums, steigender Kosten, zunehmender Regulierung und geopolitischer Unsicherheiten wurde darüber diskutiert, wie bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen geschaffen und Investitionen gefördert werden können.

Für Marco Scherbaum stand dabei erneut die Sachbezugsregelung im Fokus. Aus seiner Sicht bietet sie erhebliches Potenzial, um Arbeitgeberinvestitionen in die Gesundheit und Vorsorge von Beschäftigten attraktiver zu gestalten. Konkret plädiert er für die Einführung eines Freibetrags anstelle der bisherigen Freigrenze sowie für die Umstellung von einer monatlichen auf eine jährliche Betrachtung. Beide Maßnahmen würden den Verwaltungsaufwand reduzieren, die Planungssicherheit erhöhen und den Unternehmen mehr Flexibilität ermöglichen.

Besonders relevant wäre eine solche Reform für betriebliche Gesundheitskonzepte wie die betriebliche Krankenversicherung (bKV) sowie betriebliche Pflegelösungen. Arbeitgeber könnten noch leichter in Prävention und Gesundheitsförderung investieren, während Beschäftigte von einem erweiterten Leistungsangebot profitieren würden.

Gesundheitssystem entlasten

Die volkswirtschaftlichen Vorteile liegen auf der Hand: Prävention kann Gesundheitskosten senken, die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten stärken, das Gesundheitssystem entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland verbessern. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels gewinnt die betriebliche Gesundheitsvorsorge weiter an Bedeutung.

Die Diskussion ist damit längst nicht abgeschlossen. Nach den Gesprächen im Bundesfinanzministerium und zuletzt im Deutschen Bundestag richtet sich der Blick nun auf die weitere politische Bewertung der Vorschläge. Das von bKV-Experte Marco Scherbaum eingebrachte Positionspapier zur Sachbezugsreform liegt dem Bundesminister der Finanzen vor. Wir warten nun gespannt auf die Reaktion von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) – und bleiben an der Sache dran.

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