Analyse zur Google-Suche

Von Krankenkassen bis Makler: Danach suchen Versicherungskunden

Wie suchen die Bürger nach Versicherungen – und was verändert künstliche Intelligenz (KI) dabei? Eine neue Studie von MAI Mediaworx liefert Antworten: Das Suchvolumen sinkt erstmals, aber nicht überall.
Wie die Deutschen nach Versicherungen suchen, hat sich durch künstliche Intelligenz verändert.
© Freepik/Magnific
Wie die Deutschen nach Versicherungen suchen, hat sich durch künstliche Intelligenz verändert.

Das Gesamtsuchvolumen zur Versicherungsbranche ist im laufenden Jahr erstmals spürbar zurückgegangen. Die Suchanfragen sanken um 7 Prozent auf 66,8 Millionen. Das zeigt die aktuelle Analyse „So sucht Deutschland nach Versicherungen“ der Berliner Digitalagentur MAI Mediaworx, die über 1.700 Google-Keywords aus dem Zeitraum Mai 2022 bis April 2026 ausgewertet hat.

Der Einbruch folgt auf Jahre des Wachstums: Noch 2024/25 hatte das Volumen mit 72,1 Millionen einen Höchststand erreicht. Woran liegt’s? Der Rückgang fällt zeitlich präzise mit dem Rollout der Google AI Overviews in Deutschland am 26. März 2025 zusammen. Seitdem werden bei der Google-Suche oben KI-Zusammenfassungen zum Suchwort angezeigt.

Informationsgetriebene Suchanfragen verlieren je nach Begriff zwischen 8 und 53 Prozent ihres Volumens – weil die künstliche Intelligenz (KI) diese Fragen inzwischen direkt in der Suche beantwortet. Das Verbraucherinteresse verschwindet also nicht, aber es verlagert sich hin zur KI. Transaktionale Keywords mit konkreter Abschlussabsicht hingegen bleiben stabil oder wachsen weiter.

Die meistgesuchten Begriffe

Zu den Gewinnern zählt der Begriff „Krankenkassen“ mit einem Plus von über 1,6 Millionen Suchanfragen jährlich (plus 203 Prozent), angetrieben von der anhaltenden Beitragsdebatte in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Auch „Versicherungsmakler“ (plus 64 Prozent) und „betriebliche Altersvorsorge“ (plus 25 Prozent) legen zu. Unter den aufstrebenden Nischen stechen „PKV-Beitragserhöhung“ (plus 179 Prozent im Jahresvergleich) und „Familienversicherung Ehepartner“ (plus 153 Prozent) hervor.

Verlierer und starke Marken

Klassische Massenprodukte geraten dagegen unter Druck: KFZ-Versicherung verliert 16 Prozent, Reiserücktrittsversicherung 13 Prozent, Haftpflichtversicherung 12 Prozent.

Informationsgetriebene Begriffe wie „Krankenkassen im Vergleich“ (minus 52 Prozent) und „Krankenversicherung der Rentner“ (minus 53 Prozent) verlieren fast die Hälfte ihres Suchvolumens.

Im Marken-Ranking behaupten Huk (KFZ, Haftpflicht, Hausrat), Ergo (Zahnzusatz, Sterbegeld) und Debeka (PKV) ihre jeweiligen Führungspositionen.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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