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Fast alle Mittelständler hierzulande, nämlich 94 Prozent, halten die Gesundheit ihrer Beschäftigten für einen wesentlichen Erfolgsfaktor für ihr Unternehmen. Gleichzeitig stehen 33 Prozent der Führungskräfte betrieblichen Maßnahmen zur Förderung besagter Gesundheit skeptisch gegenüber. Sie zweifeln an der Wirksamkeit.
Das sind Ergebnisse der Studie „Gesunde Arbeit. Anspruch und Wirklichkeit im Mittelstand“, die das Institut F.A.Z. Business Media | Research für die Krankenkassen Barmer erstellt hat.
Ein Problem sieht Simone Schwering, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer, unter anderen darin, dass es in vielen mittelständischen Firmen zwar Einzelmaßnahmen gibt. An einer systematischen Planung, Fachwissen und der institutionellen Verankerung der Maßnahmen hakt es aber.
Am häufigsten bieten die Unternehmen folgendes an:
„Es reicht nicht aus, höhenverstellbare Schreibtische zu beschaffen. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement erfordert eine Analyse der Bedarfe und die Einbeziehung der Belegschaft bei der Maßnahmenplanung“, sagt Schwering.
In Unternehmen, die Gesundheitsförderung implementiert haben, überwiegen laut Analyse die positiven Erfahrungen:
Als Kehrseite benennen 41 Prozent der Befragten aber auch höhere Kosten, 35 Prozent klagen über einen höheren Verwaltungsaufwand.
Schwering: „Die Kosten für ein betriebliches Gesundheitsmanagement sind gut investiertes Geld, denn ein gesundes Arbeitsumfeld stärkt die Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität. Diese Werte sind zwar schwer messbar, aber in Zeiten des Fachkräftemangels ein klarer Wettbewerbsvorteil.“
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