Mittelstand

Gesundheitsförderung: Jede dritte Führungskraft ist skeptisch

Während 94 Prozent der Mittelständler die Gesundheit ihrer Beschäftigten als Erfolgsfaktor für ihr Unternehmen ansehen, zeigt sich ein Drittel der Führungskräfte skeptisch, wenn es an die Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen geht.
Mitarbeitergesundheit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor.
© Barmer/F.A.Z. Business Media | Research
Eine gesunde Belegschaft ist für viele Mittelständler ein Erfolgsfaktor.

Fast alle Mittelständler hierzulande, nämlich 94 Prozent, halten die Gesundheit ihrer Beschäftigten für einen wesentlichen Erfolgsfaktor für ihr Unternehmen. Gleichzeitig stehen 33 Prozent der Führungskräfte betrieblichen Maßnahmen zur Förderung besagter Gesundheit skeptisch gegenüber. Sie zweifeln an der Wirksamkeit.

Das sind Ergebnisse der Studie „Gesunde Arbeit. Anspruch und Wirklichkeit im Mittelstand“, die das Institut F.A.Z. Business Media | Research für die Krankenkassen Barmer erstellt hat.

Einzelmaßahmen ohne systematische Planung

Ein Problem sieht Simone Schwering, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer, unter anderen darin, dass es in vielen mittelständischen Firmen zwar Einzelmaßnahmen gibt. An einer systematischen Planung, Fachwissen und der institutionellen Verankerung der Maßnahmen hakt es aber.

Am häufigsten bieten die Unternehmen folgendes an:

  • kostenlose Getränkeversorgung (79 Prozent),
  • ergonomische Arbeitsplatzgestaltung (63 Prozent),
  • Angebote zur Bewegungs- und Gesundheitsförderung (62 Prozent).

„Es reicht nicht aus, höhenverstellbare Schreibtische zu beschaffen. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement erfordert eine Analyse der Bedarfe und die Einbeziehung der Belegschaft bei der Maßnahmenplanung“, sagt Schwering.

Positive Erfahrungen überwiegen

In Unternehmen, die Gesundheitsförderung implementiert haben, überwiegen laut Analyse die positiven Erfahrungen:

  • 59 Prozent berichten über ein besseres Betriebsklima
  • 56 Prozent über eine höhere Arbeitszufriedenheit.
  • Bei 34 Prozent sei die Produktivität gestiegen,
  • bei 31 Prozent seien die Fehlzeiten gesunken.

Als Kehrseite benennen 41 Prozent der Befragten aber auch höhere Kosten, 35 Prozent klagen über einen höheren Verwaltungsaufwand.

Schwering: „Die Kosten für ein betriebliches Gesundheitsmanagement sind gut investiertes Geld, denn ein gesundes Arbeitsumfeld stärkt die Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität. Diese Werte sind zwar schwer messbar, aber in Zeiten des Fachkräftemangels ein klarer Wettbewerbsvorteil.“

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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