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Zum fünften Jahrestag der Hochwasser-Katastrophe im Ahrtal und anderen Teilen Deutschlands poppt wieder die Diskussion um die Elementarschaden-Pflichtversicherung auf. Laut einer aktuellen Umfrage unter Hauseigentümern im Auftrag des Vergleichsportals Verivox befürworten 81 Prozent der Hausbesitzer in Deutschland eine Versicherungspflicht gegen Elementarschäden. Ähnlich hohe Zustimmungswerte gab es schon in den Vorjahresbefragungen seit 2022.
Die Sorge vor Großschadenereignissen vor der eigenen Haustür ist leicht rückläufig: 58 Prozent der Hausbesitzer befürchten, dass Naturkatastrophen wie im Ahrtal künftig auch in ihrer Region häufiger auftreten könnten. Im vergangenen Jahr äußerten sich 61 Prozent besorgt, 2022 waren es 69 Prozent. „Der Klimawandel ist in der öffentlichen Diskussion in den Hintergrund gerückt“, sagt Verivox-Geschäftsführer Aljoscha Ziller. „Die jüngsten Hitzewellen könnten den Verbrauchern in Deutschland allerdings erneut die Unberechenbarkeit des Klimas eindrücklich vor Augen geführt haben.“
Seit der Ahrtal-Katastrophe wird verstärkt darüber diskutiert, wie die Folgen solcher Naturereignisse künftig finanzierbar sind. Ein Thema ist die Einführung der Elementarschaden-Pflichtversicherung. Bislang ist die Absicherung von Elementarschäden ein freiwilliger Baustein in der Wohngebäudeversicherung. Der Preis für den Zusatz berechnet sich unter anderem nach dem Naturgefahren-Risiko am Standort des Gebäudes. Für Bewohner von Hochrisikogebieten kann die Police sehr teuer werden, sofern sie überhaupt ein geeignetes Angebot finden.
Wie viel Hausbesitzer für angemessenen Versicherungsschutz zu zahlen bereit wären, ist sehr unterschiedlich. Laut Verivox-Umfrage würden die Hausbesitzer im Schnitt Kosten in Höhe von 225 Euro im Jahr für eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden tolerieren. Rund jeder Achte (12 Prozent) gibt jedoch auch an, keine weiteren Kosten mehr für sein Wohneigentum tragen zu können. Und 23 Prozent wollen keine weiteren Kosten schultern. „Wenn die Pflichtversicherung eingeführt werden soll, muss die Politik ein Konzept vorlegen, wie sich alle Hausbesitzer zu zumutbaren Kosten versichern können“, sagt Ziller.
Die Versicherungswirtschaft unter der Flagge des GDV unterstützt ein Opt-out-Modell, das auch bei 74 Prozent der Umfrageteilnehmer Anklang findet. Hierbei soll der Elementarschutz grundsätzlich Bestandteil der Wohngebäudeversicherung werden, Versicherungsnehmer sollen dem Einschluss jedoch widersprechen können.
Ob es hierzu bald eine politische Entscheidung geben wird, bleibt abzuwarten. Auch die Umfrageteilnehmer sind hinsichtlich der Priorisierung des Themas zwiegespalten: Nur eine knappe Mehrheit (58 Prozent) sagt, dass sich die Politik diesem Thema widmen sollte, auch wenn es aktuell wichtigere Herausforderungen gibt.
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