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Armin Laschet hat sich in der Klima-Debatte gegen ein Tempolimit von 130 auf deutschen Autobahnen ausgesprochen. „Zentral ist es, die Technologien zu verbessern, anstatt unsinnige Debatten wie die über ein pauschales Tempolimit zu führen“, sagte der Kanzlerkandidat der Union dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Warum soll ein Elektro-Fahrzeug, das keine CO2-Emissionen verursacht, nicht schneller als 130 fahren dürfen? Das ist unlogisch“, wird Laschet zitiert – und zog damit umgehend Kritik auf sich.
Es sei nicht korrekt, dass E-Fahrzeuge keine CO2-Emissionen verursachten, sagte der Verkehrsforscher Andreas Knie dem WDR. So würden nicht nur bei der Produktion des Autos, sondern auch bei der Herstellung des Stroms, mit dem die Akkus der E-Fahrzeuge geladen werden, Emissionen verursacht – anders ginge das gar nicht aufgrund des aktuellen Strommix in Deutschland. „Runtergerechnet auf die Fahrstrecke bedeutet das, dass ein Elektroauto etwa 50 mg CO2 pro Kilometer produziert, bei einem Benziner sind das 125 mg pro Kilometer“, schilderte Knie dem Sender.
Doch auch aus dem Lager der Verkehrssicherheitsexperten schallte dem Kanzlerkandidaten der Union Widerspruch entgegen. „Ein Tempolimit auf Bundesautobahnen wäre eine geeignete und dazu auch kostengünstig und einfach umzusetzende Maßnahme, die Verkehrssicherheit zu erhöhen“, sagte der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), Walter Eichendorf, dem RND. Auf diese Weise würden weniger Menschen getötet oder schwer verletzt, so Eichendorf.
Wie sich die Versicherungswirtschaft in dieser stets brisanten Debatte positioniert, wollte Pfefferminzia in Erfahrung bringen – und hat nachgefragt bei der Unfallforschung der Versicherer. Das Gremium, das zum Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gehört, hatte sich zuletzt Ende 2019 zur möglichen Einführung eines Tempolimits geäußert. Damals forderte der Leiter der Unfallforschung der Versicherer, Siegfried Brockmann, die Auswirkungen eines Limits „in einem groß angelegten Praxistest zu untersuchen“ (wir berichteten).
Wie der Verkehrsexperte heute auf die neue – und zugleich ur-alte – Debatte blickt, erklärte Brockmann am Mittwoch exklusiv gegenüber Pfefferminzia: „Die 130 sind gegriffen und durch keine Forschung unterlegt“, sagte der GDV-Mann. Und weiter: „Wissenschaftlich wäre es nach wie vor richtig, in einem Großversuch zu klären, welche Geschwindigkeit die Beste ist – vielleicht brauchen wir 120, vielleicht liefert auch 140 die gleichen Ergebnisse.“
Zugleich äußerte Brockmann eine Hoffnung, die man kühn finden darf: „Die Ergebnisse dieses Versuchs würden sicher dazu beitragen, das Thema zu befrieden.“ Doch offenbar glaubt der Forscher selbst nicht mehr so richtig dran, dass solch ein Großversuch in absehbarer Realität wird: Es sei davon auszugehen, so Brockmann, „dass das nunmehr politisch entschieden wird“.
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